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Schluss mit der LGBTI-Diskriminierung!

Berliner Manifest mit großer Unterstützung aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Medien.

Während die AfD in Stuttgart gegen homosexuelle Lebensentwürfe mitmarschiert, versucht sie in Berlin mit islamophoben Aussagen um die Stimmen schwuler Männer zu buhlen. Mit einem Berliner Manifest wenden sich seit heute mehr als 200 Erstunterzeichner und -unterzeichnerinnen gegen jede Vereinnahmung sexueller Minderheiten durch Rechtspopulisten. Sie fordern außerdem das Ende der Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans* und Inter* im Recht und im Alltag und den tatkräftigen Einsatz aller Bürger*innen für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Den Aufruf unterstützen viele Prominente aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Medien – unter ihnen der Comiczeichner Ralf König, die Schauspielerin Maren Kroymann (im vergangenen Jahr wurde sie für ihr Engagement gegen Homophobie geehrte – MÄNNER-Archiv), der Intendant der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, Volker Beck (der nach einem Drogendelikt im März von seiner Partei wieder rehabilitiert worden war – MÄNNER-Archiv) und MÄNNER-Chefredakteur Kriss Rudolph.

Berliner Manifest
Das Berliner Manifest fordert alle Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queers auf, bei den anstehenden Landtagswahlen und der kommenden Bundestagswahl keine Parteien zu wählen, deren Programme im Widerspruch zu einer vielfältigen und offenen Gesellschaft stehen. Die Unterzeichnenden fordern darüber hinaus alle Menschen auf, sich jenen entschieden in den Weg zu stellen, die die Diskriminierung von LGBTI fortführen.
Die Initiatoren des Aufrufs sind zivilgesellschaftlich engagierte Bürger, darunter die Journalisten Elmar Kraushaar und Dirk Ludigs (von der Initiative #EheFürAlle – MÄNNER-Archiv), die sich zusammengeschlossen haben. Mit dem Berliner Manifest wollen sie ein starkes Signal gegen jede Form des Rechtspopulismus senden, der mit seinen Lügen und Parolen dabei ist, das friedliche und respektvolle Miteinander in unserer Gesellschaft zu zerstören. Sie fordern alle Menschen auf, zu Hass und Ausgrenzung von Minderheiten nicht zu schweigen, und darüber hinaus aktiv für Vielfalt und gegenseitigen Respekt zu kämpfen.
Das Berliner Manifest können alle Interessierten heute ab um 10 Uhr unter www.berliner-manifest.de unterschreiben. Auch eine Facebook-Seite wurde freigeschaltet.

Titelbild: Zerstörtes AfD-Plakat beim Berliner CSD 2016


13 Kommentare

  1. Frank-Christian Hansel

    Alberne und kontraproduktiv Aktion.
    Weder ist die AfD homophob, noch spielt sie irgendjemand gegen Niemanden aus.
    Wir sagen nur: Schaut, wer alles unkontrolliert ins Land kommt, welche Einstellungen sie mehrheitlich mitbringen und cui bono. Den Homosexuellen droht davon mehr Ungemach als Vorteile. Nur mal drüber selbst und unvoreingenommen nachdenken. Nur darum gings bei dieser Kampagne. Es geht uns um Immanuel Kant!

  2. Alfonso Pantisano

    Also, wenn ich mir die Einstellungen von Ihren rechts stehenden Parteifreunden Höcke und Gedeon anschaue, um nur ein paar aus der langen Liste zu nennen, dann ja, dann droht uns echt Ungemach in unserem Land! Und jetzt distanzieren Sie sich nicht schon wieder von Ihrer Partei, das machen Sie nämlich mittlerweile auffällig oft.

  3. Alfonso Pantisano

    Sie und ihre Parteikollegen sind nun mal die Partei. Das ist das, was die Menschen als Ihre Partei verstehen. Wenn Sie sich von Höcke distanzieren, distanzieren Sie sich auch von der AfD – denn Sie wissen genau so gut wie ich, dass Höcke der noch geheime Führer der AfD ist und er definitiv der neue Parteivorsitzende wird. Und wenn er erst mal auf dem Thron sitzt, werden Sie mit Ihrer Einstellung und Liebe zur persönlichen Distanz – genau so wie Frau Petry – auch entsorgt werden.


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