collage-2016-09-21

Zeit für die Bi-Kids!

Vor allem weibliche Promis stehen öffentlich zu ihrer Bisexualität

Zum dritten Mal findet diese Woche die Bisexual Awareness Week statt – eine Aktion mit Events und Podiumsdiskussionen, die von der Organisation GLAAD organisiert wird und sich für Akzeptanz und Sichtbarkeit von Bisexuellen in Amerika stark macht. Auch wenn immer alle von LGBTI sprechen – dieser Aspekt wird noch oft vernachlässigt. Scheinbar glauben viele, dass nur das eine oder das andere geht – hetero oder homound stehen dann ungläubig vor einer Person, die behauptet, dass sie gerne mit Männern und Frauen Sex hat. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum sich die wenigsten outen.

Es ist, als würde man den eigenen Körper erkunden

In der Welt der Promis sind es viel eher die Frauen wie Lady Gaga, Mel B von den Spice Girls, Lindsay Lohan, Angelina Jolie, Pink und Christina Aguilera, die offen zu ihrer Bisexualität stehen. Magan Fox glaubt sogar daran, dass wir alle als bisexuell geboren werden, und Drew Barrymore machte vor einigen Jahren Schlagzeilen, als sie verkündete: „Sex mit einer Frau ist wunderbar. Es ist, als würde man den eigenen Körper erkunden, an einem anderen Körper – und ich liebe den weiblichen Körper.“ Aber was ist mit den Männern? Wo es bei Frauen oft von Hetero-Kerlen als heiß angesehen wird, haben Bi-Männer wohl eher Angst vor dem Verlust ihrer „Männlichkeit“. Besonders im Sport ist das Thema ein Tabu. David Bowie hatte schon 1972 keine Hemmungen davor sich zu offenbaren (der Musiker ist Anfang des Jahres gestorben – MÄNNER-Archiv), danach kam aber lange nichts. Unter den bekanntesten Beispielen wären da noch Billie Joe Armstrong von der Band Greenday, Wolfgang Joop oder der britische Schauspieler Alan Cummings, aber das kann es doch noch nicht gewesen sein.

Hey, es ist Bi-Week, die Zeit sich für Bi-Kids sichtbar zu machen

Einer der sich auch nicht festlegen möchte und damit völlig glücklich ist, ist Andy Mientus. Seit zehn Jahren ist der Broadway-Star bereits mit seinem Kollegen Michael Arden zusammen, lang genug, um ihm jetzt auch endlich das Ja-Wort zu geben. Auf den einen Sexpartner möchte Andy sich aber trotzdem nicht festlegen.

Andy Mientus, Foto Justin Patterson

Andy Mientus, Foto Justin Patterson

„Hey, es ist Bi-Week, die Zeit für Bi-Kids sich sichtbar zu machen. Ich versuche damit immer sichtbar zu sein und zu dem zu stehen, was ich bin,“ schrieb er vor zwei Tagen auf Instagram. „Viele von Euch glauben nicht an diese Bi-Sache, rollen jetzt sicher mit den Augen und denken sich: Will er uns das echt immer noch erzählen? Aber ich werfe Euch das nicht vor. Nicht viele Bi’s stehen öffentlich dazu und so scheint es, als seien wir eine seltene Spezies.

Zusammen das Stigma beenden

Oft werde ich von Leuten als schwul abgestempelt und ich will das nicht immer korrigieren, weil es mir super politisch und überflüssig vorkommt, aber später merke ich dann oft, dass es meine eigene Scham ist, die mich davon abhält. Wenn Du selbst denkst, dass Du vielleicht bi sein könntest, frag dich selbst, warum du nicht dazu stehst – sind es deine eigenen unsicheren Gefühle oder die Angst vor deinem Umfeld? Zusammen können wir diesem Stigma ein Ende setzen.“

Foto: Trendelier, Printrest, Wallpaperdsc


7 Kommentare

  1. André Gehlings

    In eurer Verlinkung im Post habt ihr den Richtigen erwischt, aber der sieht dem auf dem Foto nun wirklich nicht ähnlich.
    Andy hat zum Beispiel sehr markante Muttermale im Gesicht…


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