Botswana weist homophoben Pastor aus

Steven Anderson war zuvor schon aus Großbritannien und Südafrika rausgeflogen

Steven Anderson, der im US-Staat Arizona einer Baptisten-Gemeinde vorsteht, darf seine homophobe Botschaft auch in Botswana nicht verbreiten.  Die lautet, laut den Statuten seiner Kirche: „Homosexualität ist eine Todsünde und ein Gräuel gegen Gott, der sie mit dem Tod bestraft sehen will”. Genau das wollte Anderson Baptisten in Afrika nun näher bringen. Aber, die Regierungen auf dem Kontinent scheinen keine Hilfe in Bezug auf ihren Umgang mit Homosexualität zu wollen. Denn als erstes verweigerte Südafrika dem Pastor letzte Woche die Einreise. Heimat Minister Malusi Gigaba gab bekannt, der Mann, „der die Bösartigkeit von Homosexualität predigt”, würde kein Visa für die Einreise erhalten.

Steven Anderson ist eine unerwünschte Person in Südafrika

„Mr. Steven Anderson und die Mitglieder oder Anhängern seiner sogenannten Kirche ist es verboten, nach Südafrika zu kommen”, so der Minister. „Begründung für diese Anordnung ist Abschnitt 29 des Immigration Acts. Darin ist geregelt, dass die Behörden denjenigen Ausländern die Einreise verweigern können, die Mitglied oder Anhänger einer Organisation ist, die öffentlich zu Hass oder Gewalt gegen soziale Gruppen aufruft. Ich habe unser Ministerium darüber informiert, dass Steven Anderson und die Mitglieder und Anhänger seiner Kirche, zu den in Südafrika unerwünschten Personen gehören. Und zwar so lange, wie das Ministerium das für nötig hält.”

Auch die britische Regierung will Anderson nicht im Land haben

Auch die britische Regierung wollte den „bibeltreuen Christen”, der den Orlando-Attentäter gelobt hatte und zu Gewalt gegen Schwule und Lesben aufruft, nicht im Land haben. (MÄNNER-Archiv) Anderson berichtete in einem Video-Blog: ”Ich wollte einen Flug nehmen, der über London nach Johannesburg ging. Ich bin zum Flughafen gefahren, habe mein Gepäck aufgegeben, nahm meinen Pass, ging durch den Check-In und zu meinem Gate. Dann wurde ich durch die Security aufgerufen. Sie haben mir gesagt, dass mir Großbritannien die Einreise verweigert und ich deswegen keinen Flug nehmen kann, der über London führt. Ich darf nicht mal auf den Flughafen. Ich musste meine Route ganz neu planen und meine Pläne völlig umschmeißen.”

Wir brauchen niemanden in unserem Land, der Hass verbreitet.

Er flog stattdessen nach Botswana, wo auf Homosexualität bis zu sieben Jahre Gefängnis stehen und LGBTI auch von der Regierung verfolgt werden. Dort hielt Anderson eine Radio-Ansprache, in der er unter anderem sagte, die 49 Totesopfer des Anschlags von Orlando seien „widerliche Homosexuelle, die den Tod verdient haben”. Daraufhin kam die Polizei in den Sender und verhaftete Anderson. Botswanas Präsident Ian Khama sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Ich habe angeordnet ihn verhaften zu lassen. Wir brauchen niemanden in unserem Land, der Hass verbreitet. Ich habe seine Ausweisung befohlen. Das soll er in seinem eigenen Land machen.”

Bild: Screenshot/Youtube

 


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