McKenzie_Header

Eheabstimmung spaltet Politiker-Familie

Der Tag im Zeitraffer (13.09.2016)

In Australien tobt dieser Tage ein Machtkampf zwischen konservativen und liberalen Kräften um die Frage, ob im Land eine Volksabstimmung zur Öffnung der Ehe durchgeführt werden sollte: Während die Regierung trotz viel Kritik ihre Pläne für eine solche Abstimmung verteidigt (MÄNNER-Archiv), hat die oppositionelle Labour-Partei gestern einen Gesetzesentwurf zur Eheöffnung vorgelegt, der sie verhindern soll (MÄNNER-Archiv).

Der Streit spaltet nicht nur politische Lager, sondern auch Familien, wie ein im Netz kursierender Ausschnitt aus der politischen Talkshow „Q & A“ zeigt. Dort wird die konservative Politikerin Bridget McKenzie von ihrem zugeschalteten Bruder zu ihrer Haltung zur Abstimmung befragt. Dieser will wissen, warum sie ein Projekt befürwortet, das für das Land nicht nur extrem teuer sein wird, sondern auch dem Hass gegen LGBTI eine laute Stimme verleihen wird. McKenzie zeigt sich unbeeindruckt: „Wenn wir uns in dieser Debatte nicht respektieren, wird das in Australien einen viel größeren Schaden anrichten“, erklärt sie in ihrer Antwort.

Wie wählen LGBTI in Berlin?

Am 18. September 2016 findet die nächste Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Doch wie wählt eigentlich die LGBTI-Community der Hauptstadt? Eine neue Studie liefert hierzu Erkenntnisse – und die sind relativ eindeutig: Würden nur die LGBTI der Hauptstadt bestimmen, wer Berlin regiert, hätte die Stadt ab Mitte September eine grüne Bürgermeisterin und einen offen schwulen stellvertretenden Bürgermeister: Klaus Lederer von den Linken. Zusammen kämen beide Partei auf rund 55 Prozent aller LGBTI-Stimmen. Nimmt man die SPD dazu, wählen 72 Prozent aller Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Trans* in Berlin Parteien aus dem linken Lager. Die AfD liegt dabei mit sieben Prozent noch hinter der FDP, die CDU wird gnadenlos abgestraft und landet gleichauf mit dem Piraten bei vier Prozent. Damit wäre ihr Einzug ins queere Abgeordnetenhaus gefährdet. (Mehr lesen – MÄNNER-Archiv)

Sachsen: Zweifel am Aktionsplan

Vor einem guten halben Jahr hat das sächsische Kultusministerium einen neuen „Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen“ herausgegeben – MÄNNER-Archiv). Erstmals nannte das Ministerium dabei unter den Zielen und Aufgaben des Unterrichts, auch nicht-heterosexuelle Lebensformen zu berücksichtigen. Auch ein Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen wurde im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD vereinbart. Der sächsische CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Krauß hat den Plan nun mit populistischen Worten angegriffen. Er sein ein „Sammelsurium an Ideen, um die Genderideologie unters Volk zu tragen”. Die Antwort kam promt: „Der Wert einer Demokratie bemisst sich daran, wie sie mit Minderheiten umgeht. Das hat Herr Krauß anscheinend nicht verstanden“, konterte Oliver Strotzer, Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Schwulen und Lesben in der SPD Sachsen. (Mehr lesen – MÄNNER Archiv)

Foto: ABC


2 Kommentare

  1. Kai Tonath

    Vielleicht sollte man den Australiern auch den Zwischenschritt, den man hier gegangen ist empfehlen – ja, der ist nicht wirklich toll, aber besser als gar nichts!


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close