Coming-out in Hollywood

Der Tag im Zeitraffer (20.09.2016)

Daniel Radcliffe (27) ließ kürzlich bei einer TV-Diskussion der BBC zum Thema Hollywood mal so richtig Dampf ab. Der Harry Potter Star prangerte an, dass Männer im Filmgeschäft noch immer besser bezahlt werden als Frauen, und warf den Oscars Rassismus bei der Auswahl der nominierten Filme (MÄNNER-Archiv) vor. Auch zum Thema Coming-out in der Traumfabrik sprach er seine Gedanken aus: „Ich finde es traurig, dass die HollywoodBosse homosexuelle Schauspieler oft nur die LGBTI-Rollen spielen lassen. Scheinbar wollen die Zuschauer einen geouteten Schauspieler dann nur noch in homosexuellen Rollen sehen und nicht mehr als Familienvater. Neil Patrick Harris ist in der Rolle eines absoluten Frauenaufreers mit einer Serie berühmt geworden, was fantastisch ist, aber im Film ist das noch schwierig. Sobald ein Schauspieler geoutet ist, haben die Produzenten Angst, dass ihnen der Hetero nicht mehr abgekauft wird. Lange wurde ja spekuliert, ob Radcliffe selbst schwul ist, was er aber dementierte. Umso schöner ist es, dass solche Thematiken auch mal von einem heterosexuellen Schauspieler angesprochen werden.

Queere Flüchtlinge in Deutschland

Bei queeren Flüchtlingen kommt zu den politischen Gründen für die Flucht und den belastenden Erfahrungen während der Flucht noch die Bedrohung, als schwuler Mann, lesbische Frau, bisexueller, trans*- oder intergeschlechtlicher Mensch diskriminiert zu werden. Damit sie nicht auf sich allein gestellt sind, hat das Land Niedersachsen am Montag eine landesweite Vernetzungsstelle offiziell eröffnet. Diese unterstützt Einzelpersonen, Selbsthilfeorganisationen und Ehrenamtliche im LGBTI-Bereich ebenso wie Unterkunftseinrichtungen und Verwaltungen. Außerdem soll sie ein Netzwerk aufbauen, in das landesweit alle Einrichtungen und Initiativen eingebunden werden, die sich mit den Belangen von queeren Geflüchteten beschäftigen, und Weiterbildungen und Qualifizierungen anbieten. Mehr über die Pläne von Landeskoordinator Kadir Özdemir im MÄNNER-Archiv.

Morddrohungen wegen eines Fotos

Manchmal sagt ein einziges Bild mehr als 1000 Worte. Wie das Foto von einem 12-jährigen Jungen, der sich vor einigen Tagen einem Demonstrationszug mit 10.000 Teilnehmern entgegenstellte, der Teil der landesweiten Proteste in Mexiko gegen die Eheöffnung war. Organisiert worden war der Marsch von der Vereinigung ‚Nationale Front für die Familie‘, einer Ansammlung rechter, ultrakonservativer und religiöser Gruppen, nachdem Präsident Enrique Peña Nieto angekündigt hatte, die Ehe bald landesweit in Mexiko öffnen zu wollen. Nun erhält der Fotograf Morddrohungen. (MÄNNER-Archiv)

Foto: Xremewalls


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