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Soli-Comic für Orlando

Der Tag im Zeitraffer (21.09.16)

Gute Nachrichten für Comic-Fans: Wie jetzt bekannt wurde, arbeitet der DC Comics Verlag zusammen mit IDW Publishing auf Hochtouren an einer Comic-Anthologie, dessen Erlös den Opfern des Orlando Anschlags zugute kommen soll. „Love is Love” wird das Buch heißen und beinhaltet auf 144 Seiten über 100 Kurzgeschichten von namhaften Comic-Autoren wie zum Beispiel dem „Super Woman”-Zeichner Phil Jimenez oder Comedy-Star Patton Oswalt. Ins Leben gerufen wurde die Benefiz-Aktion von dem offen schwul lebenden Marc Andreyko, der unter anderem auch für die „True Blood”-Comicserie und Batwoman verantwortlich ist. „Ich habe verschiedene Leute für das Buch zusammengesucht und geguckt, welcher Mix am besten passt”, sagte Andreyko gegenüber der New York Times. „Als Kind der 80er bin ich mit „We are the World“ und Live Aid aufgewachsen. Geschehnisse wie Orlando sollten nicht vergessen werden. Sie sollten wehtun und uns etwas verändern lassen wollen.“ Ein wenig müssen wir jedoch noch auf das ambitionierte Werk warten, denn der Verkaufsstart ist erst für Dezember geplant. Wer Fisherman’s Lodge (MÄNNER-Archiv) noch nicht gelesen hat, kann das Warten aber vielleicht damit überbrücken.

Ein Homophober bei der FDP

Holger Krestel saß bis 2013 im Bundestag, aber nach dem Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl ist er dort nicht mehr vertreten. Nun sitzt er nach dem Wahlerfolg der Liberalen im Berliner Abgeordnetenhaus und ist gerade zum stellvertretenden Fraktionschef gewählt worden. Das kommt nicht bei allen Berliner FDP-Mitgliedern gut an. Denn homopolitisch sind von dem rechtsliberalen Politiker, der früher der CDU angehörte, keine Impulse zu erwarten. Keine positiven jedenfalls. Krestel votierte gegen die Eheöffnung und ist auch sonst gegen eine rechtliche Gleichstellung. Wie MÄNNER aus verlässlicher Quelle erfuhr (MÄNNER-Archiv), stimmte er gegen jeden LGBTI-Antrag, der in der Partei behandelt wird.

Coming-out in russischem Theaterstück

Im April vergangenen Jahres war die russische Regisseurin Anastasia Patlay (40) in Kiew, um an der Lesung eines Stücks des ukrainischen Filmregisseurs und Dramatikers Oleg Sentsov mitzuwirken, der sich in einem russischen Gefängnis befindet. Ein Jahr zuvor hatte Russland die Halbinsel Krim annektiert, was zum Krieg und nachhaltigen Feindseligkeiten zwischen den beiden Ländern geführt hatte. Wegen des Verdachts der Planung terroristischer Handlungen wurde Sentsov zu 20 Jahren Haft verurteilt. Anastasias neues Stück (MÄNNER-Archiv) „Выйти из шкафа“ (etwa: „Aus dem Schrank kommen“) hat heute in Moskau Premiere am Teatr.doc und wird danach in St. Petersburg im Rahmen des QueerFest 2016 (noch bis 25. September) gezeigt werden. Es sollte noch ein weiteres Mal in St. Petersburg gespielt werden, als Gastspiel an einem Theater. Nur: Die Intendanten haben alle abgewinkt, nachdem sie erfahren haben, worum es geht. 

Foto: DC Comics


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