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Coming-out vom Manager verboten

"Caught in the Act"-Sänger Eloy de Jong morgen beim Hessischen Rundfunk

„Caught in the Act”-Sänger Eloy de Jong spricht im hr3-Talk mit Bärbel Schäfer über sein Leben als Boygroup-Star. Während seiner Zeit in der Band wurde ihm vom Management verboten, offen zu seiner Homosexualität zu stehen (Dieser Sänger hat seinen Plattenvertrag verloren,u. a. weil er „zu schwul” ist – MÄNNER-Archiv). „Am Anfang wussten meine Bandkollegen nicht, dass ich schwul bin. Das habe ich erst später erzählt. Mein Manager hat damals gesagt‚ das geht nicht. Wenn du wirklich das Leben leben willst, dann hast du keinen Platz in der Gruppe”, erinnert sich Eloy. „Mein Sex-Leben war deshalb auch total null, ich steh auf Männer, und das war nicht möglich, in einer Boyband zu erleben. Ich sage immer, Pay-TV war mein bester Freund.”

Ich hatte keine Energie, keine Lebenslust

Nachdem sich die Band 1998 trennte, kam für Eloy de Jong das Burn-out. Vor allem das abrupte Ende der Boyband, das Geheimnis um seine Homosexualität und das Gefühl, dass er all seine Träume verlebt hatte, waren Gründe dafür. „Ich habe mich Tage und Monate lang gefühlt, als ob ich in meinem Bett bleiben wollte. Mit der Decke über meinem Kopf. Ich hatte keine Energie, keine Lebenslust. Total leer, leer im Herzen und total traurig. Hätte ich für ein paar Jahre verschwinden können, dann hätte ich das gerne gemacht. Danach habe ich erstmals wieder mein Leben aufgebaut. Und habe gelernt, was wichtig im Leben ist, was man braucht.”

Auch Bandkollege Lee Baxter hat sich geoutet

Der Niederländer spricht am 4. September ab 10 Uhr im „hr3-Sonntagstalk” über sein Leben nach der Trennung der Boygroup. Das hat auch sein Bandkollege Lee Baxter (MÄNNER-Archiv) dieses Jahr getan: „I have a boyfriend.”, „Ich habe einen Freund.” Vier Worte nur, in einer Frühstückssendung, im ZDF, morgens um 9.00 Uhr. Moderator Nommsen wollte von Lee Baxter wissen, ob er eine Freundin habe. Der ergriff die Chance, etwas zu erledigen, was er mit 45 im Privaten sicherlich seit Jahrzehnten hinter sich hat und was sein Bandkollege Eloy de Jong schon vor fast 20 Jahren erledigte: Er machte den Schrank auf und kam raus. Nommsen war so verdattert ob soviel unabgesprochener Selbstverständlichkeit und beendete das Thema nach einem kurzen Intermezzo über Lees Freund Jeff, mit dem der Sänger seit einem Jahr zusammen ist mit „Best of luck.”, auf gut Deutsch: „Viel Glück.”. Das scheint Baxter nicht mehr zu brauchen.

Titelbild: Sven-Oliver Schibat


1 Kommentar

  1. Kai Tonath

    Ganz böse Frage: Kommt demnächst eine Platte von ihm oder ein Buch raus, oder geht er auf Tournee? Klingt so verdammt danach, als ob man sich selbst ein bisschen promoten will, damit beim bald folgenden Ereignis die Kassen klingeln 😉


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