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Endlich: Ein Emmy-Award für RuPaul!

Der Tag im Zeitraffer (12.09.2016)

RuPaul hat in seinem Leben schon viele Preise eingeheimst – egal, ob als Dragqueen, Schauspieler oder als Sänger. Doch wenn es um seine erfolgreiche „Drag Race”-Castingserie geht, ist das Allroundtalent aus Kalifornien lange Zeit leer ausgegangen. Bis gestern Abend. Da setzte sich Ru nämlich bei der Jury des Fernsehpreises „Emmy” durch und bekam den Preis für den besten Moderator einer Realityshow. Ironie des Schicksals: Noch im März erst hatte der Drag-Performer wohl aus Trotz verlauten lassen, er würde sich lieber einen Einlauf verpassen lassen, als einen Emmy zu bekommen. Doch er wäre wohl nicht RuPaul, wenn er sich nicht auch aus so einer Zwickmühle elegant herauswinden könnte: „Dank der Emmy Juroren kann ich nun beides haben” ließ er bei seiner Dankesrede verlauten und sorgte so für Gelächter beim Publikum. Dass er sich über den Preis aufrichtig freut, dass zeigt indes auch sein Twitter-Account, wo er die Trophäe „allen 100 Drag-Race-Queens und den Outsidern auf der ganzen Welt” widmet.

Vor einem Jahr hat übrigens eine andere LGBTI-freundliche Serie Emmy-Geschichte geschrieben: Da gewann „Transparent” Auszeichnungen in diversen Kategorien des Fernsehpreises (MÄNNER-Archiv).

Umfrage: Ein eigenes Land für LGBTI?

Bestrebungen, einen eigenen LGBTI-Staat zu gründen, gibt es dabei schon seit mehreren Jahrzehnten. Und noch immer träumen LGBTI-Aktivisten davon: Gerade erst hat Viktor Zimmerman, Leiter der Organisation „Gay Homeland Foundation” in einem Interview mit dem Magazin „Vice” erklärt, er glaube immer noch fest daran, dass eine schwullesbische Nation machbar sein: „Wir brauchen ein kulturelles und politisches Zentrum, wo wir neue Lebensweisen entwickeln können, die besser zu uns passen.” Zimmerman ist überzeugt, dass sich LGBTI so von den Zwängen und Ausgrenzung eines Lebens unter Heteros befreien können. Um herauszufinden, wie unsere Leser zum Thema stehen, haben wir Euch daher in unser Montagsumfrage danach gefragt, was Ihr von der Idee eines „schwulen Staates haltet. (Hier mehr lesen und abstimmen – MÄNNER-Archiv).

Australien: Gesetzentwurf zur Eheöffnung

Bill Shorten, Chef der oppositionellen Labor-Partei hat heute den Gesetzentwurf zur Eheöffnung vorgestellt. Die Partei hat den Entwurf eingebracht, um die von der Regierung geplante Volksabstimmung (MÄNNER-Archiv) zu verhindern und schnell zu einer Lösung zu kommen, die LGBTI in Australien das Recht auf Eheschließung einräumt. Das Land hinkt laut Shorten vielen Nationen in der Welt in Sachen LGBTI-Rechten hinter. Außerdem fürchteten er und seine Parteikollegen sich vor der Welle der Homophobie, die Australien überspülen würde, wenn die Gegner der Eheöffnung erstmal die Stimme erheben würden. Es sieht nun jedoch tatsächlich so aus, als könnte Labour Chancen haben, die Volksabstimmung zu verhindern – der Vorsprung der konservativen Regierung ist gering und nicht alle Mitglieder der Regierungspartei befürworten die voraussichtlich sehr teure Volksabstimmung (Mehr lesen – MÄNNER-Archiv).

Foto: Imago


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