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Erschütternde Fakten aus Schottland

Der Tag im Zeitraffer (23.09.16)

Erschütternde erste Zahlen einer Umfrage gab jetzt das schottische Equality-Netzwerk bekannt. 2 von 3 Menschen der schottischen LGBTI-Community wurden in ihrem Leben schon Opfer eines Hassverbrechens, die Mehrheit erstattete jedoch keine Anzeige bei der Polizei. Zeitgleich und in einer unabhängigen Umfrage bestätigt das auch eine Beratungsgruppe der Regierung für Hasskriminalität, Vorurteile und gemeinschaftlichen Zusammenhalt.

Hassverbrechen können nur durch die Beseitigung von Vorurteilen reduziert werden

Die Zwischenergebnisse des Equality Network besagen, dass 63% Hassverbrechen waren, von denen die meisten innerhalb des letzten Jahres stattfanden. 29% der Opfer wurden aus homophoben Motiven körperlich angegriffen. Hannah Pearson vom Netzwer: „Wir hoffen, dass dieser Bericht viel Beachtung findet. Hassverbrechen können nur durch die Beseitigung von Vorurteilen reduziert werden. Das muss auch in den Unterrichtsstoff mit einfließen. Alle Schulen sollten Vielfalt willkommen heißen und LGBTI-Menschen mit einbeziehen.“ (Wie Premierministerin Theresa May sich zu LGBTI verhält – MÄNNER-Archiv) Zu Beginn dieses Jahres organisierte das Equality Network ein LGBTI-Hassverbrechenstraining für 90 Polizisten, damit diese auf solche Situationen besser vorbereitet sind und somit mehr Vertrauen durch die LGBTI-Community erfahren. „Wir freuen uns weiterhin mit der Polizei und auch der Regierung an diesem Problem zu arbeiten. Die Einstellung der Leute gegenüber der LGBTI-Community hat sich in den letzten Jahren verbessert, aber es passieren immer noch zu viele Verbrechen,“ so Hannah Pearson weiter.

 

AFD steigt in Wählergunst

Anfang des Jahres hatte die damalige sachsen-anhaltinische Landesjustizministerin Angela Kolb-Janssen (SPD) den „Landesaktionsplan für Akzeptanz von Lesben und Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen (LSBTTI) und gegen Homo- und Transphobie“ vorgestellt – und die Koalitionspartner CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die seit April gemeinsam regieren, wollen ihn zusammen mit den Community-Verbänden konsequent umsetzen und ihn zusätzlich zum „Landesprogramm geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ finanziell absichern. Eine unabhängige LGBTI-Landeskoordinierungsstelle mit Netzwerkfunktion soll eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Landesregierung mit Nichtregierungs-Organisationen sichern, die sich mit den Problemen von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transgender, transidenten und intersexuellen Mitmenschen beschäftigen. Die Schwerpunkte liegen auf der Öffentlichkeitsarbeit sowie auf Maßnahmen aus dem Bereich „Bildung und Aufklärung“. Darunter fallen unter anderem die Veröffentlichung des Aktionsprogramms sowie der Broschüre „Geschlechter- und Familienvielfalt. Eine Kinderbücherliste“, aber auch eine Strukturanalyse zur Beratung zu geschlechtlich-sexueller Vielfalt in den Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen des Landes.

Dieses an sich wünschenswerte Ziel steht in keinem rationalen Verhältnis zum Aufwand

Die AfD möchte bei diesen Plänen, „die angeblich darauf abzielen, die Lebenssituation von Personen mit nicht-heterosexuellem Verhalten zu verbessern“ nicht mitziehen (MÄNNER-Archiv) „Dieses an sich wünschenswerte Ziel steht jedoch in keinem rationalen Verhältnis zu dem betriebenen Aufwand und der Radikalität der Maßnahmen“, so Daniel Roi, der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD in Sachsen-Anhalt,der gestern im Landtag den Antrag stellte, Familien mit Kindern zu fördern – statt sexueller Minderheiten.

 

Vater reagiert auf homophoben Kommentar

Ein besonders homophober Kommentar stieß kürzlich in Australien auf eine herzerweichende Gegenwehr (MÄNNER-Archiv):  Als George Christensen, ein Abgeordneter der Liberalen Nationalpartei (LNP), im Bundesstaat Queensland in einem australischen Magazin die kürzliche Anpassung des Schutzalters für Analsex als „Legalisierung, dass 50-jährige Männer jetzt 16-jährige Jungs jagen und heiraten dürfen” beschrieb, brachte ein stolzer Vater und Kriegsveteran seine Wut darüber auf dem Facebook-Profil des Politikers zum Ausdruck.

 

Foto: Huffington Post


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