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Findet der ESC 2017 in Russland statt?

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) wartet auf eine Entscheidung aus der Ukraine

Der Pressedienst der EBU vermeldete am Donnerstag: Sollte sich die nationalen Veranstalter des European Song Contest 2017, das ukrainische Nationale Fernsehen, sich nicht bis Anfang Oktober für einen Austragungsort für die Semifinale und das Finale entschieden haben, gäbe es auch die Möglichkeit, den ESC an die Zweit- oder Drittplatzierten zu vergeben. Das wären Australien und Russland. Australien nahm im letzten Jahr erst zum zweiten Mal teil und wurde Zweiter, kann aber, aufgrund seiner geografischen Lage, die Veranstaltung laut den EBU Statuten nicht stellvertretend ausrichten, weil sie wegen der Sendezeiten und anderen organisatorischer Gegebenheiten auf europäischem Boden stattfinden soll. Das Land bräuchte also einen europäischen Partner. Der logische Kandidat wäre der Drittplatzierte, also Russland.

Im Moment sind Kiew, Dnipro und Odessa als Austragungsorte für die Finale im Rennen.

Deswegen stellt die russische Tageszeitung Iswestija am Donnerstag Morgen auf einer ganzen Seite die Frage: „Findet der ESC 2017 also doch in Russland statt?“ Genau das hatten viele Fans vor dem Sieg der Ukraine befürchtet und es unbedingt verhindern wollen. Die EBU antwortete beruhigend auf eine Anfrage von m-maenner.de. „Wie immer gilt in Bezug auf alles, was mit dem ESC zu tun hat, dass man nur Informationen ernst nehmen sollten, die direkt von uns kommen.“ Und weiter: „Um ihre Frage nach dem Austragungsort 2017 zu beantworten: Jamala hat mit ihrem Song „1944“ 2016 den ESC gewonnen (MÄNNER-Archiv), weswegen die Ukraine die Ehre haben wird, 2017 Gastgeberland des ESC zu sein. Im Moment sind Kiew, Dnipro und Odessa als Austragungsorte für die Finale im Rennen. Sowas wie eine Deadline für die Wahl eines Austragungsortes, gibt es nicht und hat es noch nie gegeben. Jon Ola Sand, der Supervisior des Eurovision Song Contest, hat sich dazu wie folgt geäußert:“

Es ist die wichtigste Entscheidung in Bezug auf den Wettbewerb überhaupt

„Wir arbeiten mit der nationalen Sendeanstalt in der Ukraine noch daran, im Detail zu klären, welche Stadt Austragungsort des ESC 2017 sein wird. Es ist die wichtigste Entscheidung in Bezug auf den Wettbewerb überhaupt und wir wollen und werden uns die Zeit nehmen, sie in Ruhe und bedacht zu treffen. Auf Grundlage dieses Gedankens, haben wir keinerlei Eile, eine Gewinnerstadt bekanntzugeben. Können aber versichern, dass wir das Ergebnis unserer Entscheidung veröffentlichen werden, sobald es eins gibt. Bitte schauen sie regelmäßig auf der Webseite der EBU oder folgen sie uns in unseren Social Media-Kanälen. Dort werden Updates veröffentlicht.“

Weniger spekulative, dafür besser recherchierte Reportagen als die in der Istwesija aus und über Russland gibt es in unserem September-Heft.

Foto: Andres Putting  (EBU)

Hier der Siegertitel 2016:


23 Kommentare

  1. Florian Huber

    Boah, Click-Bait übelster Sorte, da aus eurem Artikel (in dem am Anfang übrigens vom EuroPEAN Song Contest die Rede ist – sowas kenn ich nur von ignoranten Moderatoren bei RTL oder Sat.1 – aber von einem queeren Magazin?) klar hervor geht, dass an der Geschichte nicht viel dran zu sein scheint. Zumal es – Politikum hin oder her – für die EBU und den ESC „geschäftsschädigend” wäre, da sie an Glaubwürdigkeit in Sachen Korrumpierbarkeit verlieren würden. Mit der FIFA wollen die sich sicher nicht auf eine Stufe stellen lassen.

  2. Christian Tautz

    Also ich wäre ja dafür, das die ARD 2017 das Geld sich sparen könnte, damit Germany nicht antreten muss. Die Kohle kann man wirklich für was wichtigeres gebrauchen. Nochmal das Hundejaule ala Landrth,

  3. Ralf Metzger

    Will ich mal nicht hoffen. Oder haben die schon Informationen, dass Putin die Ukraine besetzten will. Dem traue ich alle Schlechtigkeiten der Welt zu und kann überhaupt nicht verstehen, weshalb er hier so viele Fans hat.

  4. Kai Tonath

    Nun, wir sollten uns mal über die tollen Bilder, die uns vorgelogen haben, dass auf dem Platz da in der Ukraine eine tolle Demokratie entstanden sei, verabschieden – Die Regierung der Ukraine ist so korrupt wie ihre Vorgänger-Regierungen – und sie ist nach meiner Meinung nach eher der Böse, wenn es um die Geschichte mit der Krim geht!

    Und wenn es einfach nur um eine richtig gute Show geht, bei der alle schwulen Schlager-Fans ins Schwelgen kommen: Ich glaube Moskau kann das so richtig mit „Kitsch as Kitsch can” – also so, wie wir alle den Grand Prix lieben!

  5. Jens Schmidt

    Das würde bedeuten,dass der ESC die Ukraine nicht als suveränen Staat anerkent.
    Wenn dem so ist,sollte man dagegen protestieren.
    Aber vlt ist es nur Stimmungsmache.


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