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FDP-Fraktion wählt homophoben Vize

Krestel votierte gegen die Eheöffnung und ist auch sonst gegen eine rechtliche Gleichstellung

Holger Krestel saß bis 2013 im Bundestag, aber nach dem Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl ist er dort nicht mehr vertreten. Nun sitzt er nach dem Wahlerfolg der Liberalen im Berliner Abgeordnetenhaus (MÄNNER-Archiv) und ist gerade zum stellvertretenden Fraktionschef gewählt worden. Das kommt nicht bei allen Berliner FDP-Mitgliedern gut an. Denn homopolitisch sind von dem rechtsliberalen Politiker, der früher der CDU angehörte, keine Impulse zu erwarten. Keine positiven jedenfalls. Krestel votierte gegen die Eheöffnung und ist auch sonst gegen eine rechtliche Gleichstellung. Er stimmt gegen jeden LGBTI-Antrag, der in der Partei behandelt wird, wie MÄNNER aus verlässlicher Quelle erfuhr.

Abstimmen gegen die Parteilinie

Noch zu seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter stimmte er laut Abgeordnetenwatch 2012 gegen die Öffnung der Ehe. Dabei hatte seine Partei im selben Jahr ein neues Grundsatzprogramm entwickelt, in der sie die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe ausdrücklich forderte.

Holger Krestel

Beim Abfragen verschiedener Wahlprüfsteine durch den LSVD zur Bundestagswahl 2013 hatte er angegeben, sich für die Öffnung der Ehe einzusetzen. (In Österreich setzt sich der neue Bundeskanzler offensiv dafür ein – MÄNNER-Archiv.) Auch für die Gleichstellung von Regenbogenfamilien wollte sich Krestel nach eigenen Angaben einsetzen. Immerhin: Bei der Frage, ob er sich für einen bundeweiten Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie einsetzen wolle, war er so ehrlich, mit Nein zu antworten.

Holger Krestel

Quelle: LSVD/Screenshot

Bei den Wahlprüfsteinen zur Berliner Abgeordnetenhauswahl  hatte seine Partei geantwortet: „Die völlige Gleichstellung ist der Berliner FDP ein großes Anliegen.”

Vielleicht wäre Krestel ja damals besser in der CDU geblieben.

Titelbild: FDP


27 Kommentare

  1. Mike Sieg

    Kennt man von vielen Hetzern und Hassern… ist oftmals alles im Namen der Christlichen Lehre oder einer anderen Religion, hinter der sie ihre persönlichen Ablehnung verstecken. Der Glaube gibt dem Hass stets einen „legitimeren Touch”.

  2. Micha Horn

    Solange die sich um eine vernünftige Poitik kümmern würden wäre mir völlig Wurst was der mag und was nicht. Glaube die Probleme der Homolobby sind momentan die unwichtigsten.

  3. Torsten Müller

    Warum lassen wir uns das weiterhin gefallen und gehen nicht entlich auf die Straße und zeigen unsere Enteuchung und das wir es nicht länger dulden als Menschen zweiterklasse behandelt zu werden .


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