KayNerstheimer

Homophober AfD-Mann bleibt draußen

Kay Nerstheimer verzichtet auf Platz in der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

Der neuen AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus gehört der homo- und islamfeindliche Direktkandidat Kay Nerstheimer nicht an. Er habe in einer schriftlichen Erklärung auf seinen Platz verzichtet, wie der Vize-Landesvorsitzende Hugh Bronson am Abend laut dpa-Angaben mitteilte. Der Lichtenberger Abgeordnete werde demnach als fraktionsloser Abgeordneter ins Parlament gehen. Was ein mögliches Parteiausschlussverfahren betrifft (was bereits im Sommer 2015 angedacht war, aber vom Landesvorstand um Beatrix von Storch nicht weiter verfolgt wurde), so will sich der AfD-Bundesvorstand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge bei seiner nächsten Sitzung im Oktober mit dem Fall befassen. Das lesbische Vorstandsmitglied Alice Weidel sagte der Zeitung, Nerstheimers Äußerungen schwächten die AfD. „Sollten wir derartiges Gedankengut in der Partei dulden, bekommen wir ein veritables Glaubwürdigkeitsproblem. Auffällig ist, dass in den Berichten der Medien als Begründung seine frühere Mitgliedschaft in der „German Defence League“ angeführt wird, die als rechtsextremistisch und islamfeindlich gilt. Seine Ausfälle in Richtung Homosexuelle werden nicht erwähnt.

Unnormal und degeneriert

Anfang der Woche waren Äußerungen von Nerstheimer bekannt geworden, die er auf Facebook von sich gegeben hatte: Homosexuelle nannte er „unnormal und genetisch degeneriert”. Sie können keine Kinder bekommen, „weil die Natur damit eigene Fehler auslöscht. Kinder müssen vor ihnen geschützt werden. Gendefekt, degeneriert, egal wie man es dreht, es ist schlicht und ergreifend widernatürlich – MÄNNER-Archiv)

AfD homophob

Screenshot Facebook

Mitglieder der AfD homophob und NS-verherrlichend

Mirko Welsch, Sprecher der Homosexuellen in der AfD, forderte seinen Parteifreund via Facebook auf, sich zu entschuldigen. Nun ist Kay Nerstheimer nicht das einzige Parteimitglied, von dem sich Welsch in dieser Woche distanzieren musste. Wie der stern und das ARD-Magazin „Panorama” nach gemeinsamen Recherchen berichteten, verkauft der saarländische Spitzenkandidat Rudolf Müller in seinem Antiquitätengeschäft Scheine aus dem Konzentrationslager Theresienstadt, die er als „KZ-Geld” anbietet. Außerdem verkauft das Mitglied des AfD-Landesvorstands in seinem Geschäft NS-Orden mit Hakenkreuzen. Laut Strafgesetzbuch, Paragraph 86a, ist das illegal. Welsch forderte jetzt auf Facebook Müllers Verzicht auf die saarländische Spitzenkandidatur und seinen Rücktritt als Kreisvorsitzender in Saarbrücken.

Unterdessen rufen die Macher der Seite indymedia.org dazu auf, Welsch hinzurichten, den sie als „rechten AfD-Spastiker” verunglimpfen. Die Seite bezeichnet sich selber als „wichtigste linksradikale Webseite im deutschsprachigen Raum”.

AfD homophob

Titelbild: AfD


11 Kommentare

  1. Volker Leppers

    Da kann die AfD rumschwurbeln, bis sie braun wird … für diesen rassistischen Nazi-Vogel im Abgeordnetenhaus ist sie verantwortlich, Nerstheimer war in der Partei bekannt, es wurde schon mal über einen Ausschluss nachgedacht, von Storch und Pazderski haben’s nicht weiter verfolgt. Und jetzt das große Distanzierungs-Mimimi, einfach nur lächerlich. Ein Wort noch zu den 26% Lichtenbergern, die ihn gewählt haben: Ihr hättet auch einen vollen Nachttopf gewählt, wenn er für die AfD kandidiert hätte. Gratuliere, Euer Hass und Eure Verbitterung hat Euch komplett merkbefreit.

  2. Kevin Montany-Jung

    >ich finde, in der homophobie verdeutlicht eine menschenverachtung der art, dass man von einem menschen (in dem fall homosexuellen) ein sexual-gefühl eine wertschätzung und eine körpernähe usw. zu einem anderen geschlecht und menschen erwartet (nötigt) und die körpernähe (aus)zuleben (er)zwingt/ nötigt, was der mensch aber naturgemäß nicht kann, nicht befähigt ist und schlussendlich auch nicht will, ja sich sogar ekelt … von daher ist m.e. jeder anfangsverdacht von homophobie und schwulenhass und nötigung in „zwangsehe” oder sogar diesbezüglich staatliche verwaltungsaktenlage i.c. automatisch angriff auf persönlichkeitsrechte und grundgesetzwidrig = !!!???= die afd reiht sich offenbar gut in die homophobie ein und muss momentan nur ab und an mal eine „spitze” brechen … denke ich=?!<

  3. Ingo Schütz

    Die AfD muss weg und das ist jetzt kein Facebook Spruch !
    Wenn wir Bürger wollen das es sich nicht wiederholt was 1938 bis 1945 passiert ist sollten alle Bürger umdenken !
    Da der Deutsche Manipulierbar ist was die Rechtsradikale AfD Redet muss jetzt das Umdenken geschehen.
    Also bei der nächsten Wahl nicht die AfD und die ganze Rechtsradikale Scheisse Wählen .!


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