„Ich habe einen schwulen Onkel”

Am Samstag hielt ein 12-Jähriger 10.000 Homophobe in Mexiko auf

Manchmal sagt ein einziges Bild wirklich mehr als 1000 Worte. Wie dieses hier. Es zeigt einen 12-jährigen Jungen, der sich am Samstag einem Demonstrationszug mit 10.000 Teilnehmern entgegenstellte, der Teil der landesweiten Proteste in Mexiko gegen die Eheöffnung war. Organisiert worden war der Marsch von der Vereinigung „Nationale Front für die Familie”, einer Ansammlung rechter, ultrakonservativer und religiöser Gruppen, nachdem Präsident Enrique Peña Nieto angekündigt hatte, die Ehe bald landesweit in Mexiko öffnen zu wollen. (MÄNNER-Archiv)

Und ich hasse es, wenn Menschen hassen

Bislang können gleichgeschlechtliche Paare in 10 von 31 mexikanischen Provinzen heiraten. Die Demonstranten der „Nationale Front für die Familie” trugen Banner auf denen „Für die Familie und das Leben” stand. Viele der Demonstranten setzen sich für einen Verfassungszusatz ein, der die Eheöffnung verbieten würde. In der mexikanischen Stadt Celaya hatte der Demonstrationszug gut 10.000 Teilnehmer. Ein einzelnes Kind stellte sich ihnen mit ausgebreiteten Armen entgegen und hielt den Zug so mehrere Minuten auf, bis die Polizei es entfernte. Manuel Rodriguez, ein Fotojournalist, der den Jungen dabei fotografierte, erzählte Medien, er hätte erst gedacht, der Junge hätte nur gespielt und ihn deswegen gefragt, warum er das getan hatte. Seine Antwort: „Ich habe einen schwulen Onkel. Und ich hasse es, dass Menschen hassen.” Der Junge bat darum, anonym bleiben zu können.

Foto: Twitter/Manuel Rodriguez


3 Kommentare


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close