Guernsey_Pride

Britisches Guernsey öffnet die Ehe

Der Tag im Zeitraffer (22.09.2016)

Der Pride auf der britischen Kanalinsel Guernsey (siehe Aufmacherbild) ist gerade mal zehn Tage her, da gibt es für ihre lesbischen und schwulen Bewohner schon wieder einen Anlass zum Feiern: Die 38 Volksbeauftragten des Parlaments der Kanalinsel und ihrer kleineren Anhängsel haben am Mittwoch mit einer großen Mehrheit von 33 zu fünf für eine Eheöffnung gestimmt. Guernsey schließt sich damit den Britischen Inseln Jersey und Isle of Man an, die in den vergangenen Monaten die gleichgeschlechtliche Ehe auf den Weg gebracht haben (MÄNNER-Archiv). Hier der Fotobeweis:

Die Entscheidung bringt nun vor allem Nordirland unter Zugzwang, bleibt das Land doch nun offiziell der letzte Teil der Britischen Inseln, der sich gegenüber einer solchen Gesetzesänderung sträubt. Doch auch hier gibt es Hoffnung: Gerade erst haben Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe in Nordirland eine Petition auf den Weg gebraucht, die von 20.000 Menschen unterschrieben wurde (MÄNNER-Archiv).

Homophober AfD-Mann bleibt draußen

Der neuen AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus gehört der homo- und islamfeindliche Direktkandidat Kay Nerstheimer nicht an. Er habe in einer schriftlichen Erklärung auf seinen Platz verzichtet, wie der Vize-Landesvorsitzende Hugh Bronson am Abend laut dpa-Angaben mitteilte. Anfang der Woche waren Äußerungen von Nerstheimer bekannt geworden, die er auf Facebook von sich gegeben hatte: Homosexuelle nannte er „unnormal und genetisch degeneriert”. Sie können keine Kinder bekommen, „weil die Natur damit eigene Fehler auslöscht. Kinder müssen vor ihnen geschützt werden. Gendefekt, degeneriert, egal wie man es dreht, es ist schlicht und ergreifend widernatürlich“ – MÄNNER-Archiv).

Begnadigung für schwule Justizopfer in Großbritannien

Die britische Premierministerin Theresa May hat ein Gesetz angekündigt, nach dem Tausende schwule Briten begnadigt und rehabilitiert werden könnten. Damit würden die Urteile gegen etwa 50.000 Männer aufgehoben, die einst wegen eines Verhaltens bestraft wurden, das heute nicht mehr kriminalisiert ist. Wie britische Zeitung The Independent erfuhr, arbeitet die Regierung May, allen voran das Justizministerium an einem „Alan-Turing-Gesetz“, das auch eine Entschuldigung an die Justizopfer enthält. Dies solle „zu gegebener Zeit“ geschehen. Vor drei Jahren war Alan Turing mit einem „Royal Pardon“ posthum rehablitiert worden – als Entschuldigung für die schrecklichen Dinge, die ihm angetan wurden. (Mehr lesen – MÄNNER-Archiv)

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Foto: Guernsey Pride


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