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MÄNNER unterm Laser: Tattoo-Entfernung

Warum man Tattoos jetzt am besten los wird und wie's geht!

Der Herbst ist die beste Zeit, um sich Tattoos stechen zu lassen. Weil es dann weniger heiß ist und man unter der Schutzfolie nicht so schwitzt. Und weil die Sonne nicht mehr so knallt (direkte UV-Strahlung ist bei frisch gestochenen Tattoos zu vermeiden). Auch Baden gehen soll man mit der frischen Wunde nicht. Mit anderen Worten: Gut, dass der Sommer vorbei ist und auf zum Tätowierer! Fragt sich nur: Was ist mit den Tattoos aus dem letzten und vorletzten Herbst, die man inzwischen nicht mehr toll findet? Ganz einfach. Man lässt sie covern, also überstechen. Oder man geht zum Lasern. Auch dafür ist der Herbst die beste Zeit. Weil hier mehr oder weniger die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten wie beim Stechen.

MÄNNER hat im Frühjahr eine Tattoo-Entfernung verlost (siehe MÄNNER-Archiv). Der Gewinner war Nick. Wir haben ihn bei seiner ersten Sitzung zu „Tattoolos“ in Berlin-Wilmersdorf begleitet.

Es beginnt wie beim Arzt: Mit einem Gesundheitsbogen und einer Aufklärung
Nick ist aus Bremen angereist, um seinen Gewinn einzulösen. Er hat zwei Tattoos, die er gerne loswerden möchte: einen chinesischen Schriftzug am Hals und vier Buchstaben auf dem linken Unterarm. Als Geleitschutz hat er seinen Freund mitgebracht. Sie wollen das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und nach dem Lasern shoppen gehen. Aber erst kommt die Pflicht. Im Vorgespräch füllt Heilpraktikerin Petra von Bergen einen Gesundheitsbogen aus und klärt Nick über die Technik des Eingriffs auf. Der Laser „zerschießt“ die Tattoo-Farbpigmente in der Haut mittels hoher Licht- und Hitzeenergie. Anschließend werden die „Trümmer“ von Körperfresszellen nach und nach abtransportiert, sodass das Tattoo verblasst. So weit, so einleuchtend. Nick interessiert allerdings viel mehr: „Tut’s denn sehr weh? Ich hab da ja einige Storys gehört“ Eine Entwarnung kann Petra nicht geben. Es zwiebelt schon. Allerdings empfinden Kunden den Schmerz unterschiedlich intensiv.

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Also auf in die Höhle des Lasers! Zuerst kommen die chinesischen Schriftzeichen an die Reihe. Um zu verhindern, dass die Augen durch die hellen Laser-Blitze Schaden nehmen, müssen Schutzbrillen getragen werden. Während der Prozedur läuft zudem ein Luftgerät mit, das die behandelten Hautpartien anpustet und kühlt. Unter das Rauschen des Luttzugs mischen sich die zackigen Knalle der „Schüsse“. Und? Zwiebelt’s? Nick kann es bestätigen. „Tut echt ganz schön weh“, sagt er. Aber er hält sich wacker.

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Unmittelbar nach der Behandlung sind die betroffenen Hautstellen etwas geschwollen und bekommen eine weißliche Färbung. Letztere bezeichnet Petra als „weißen Popp“. Er ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Tattoo-Pigmente in der Haut geplatzt sind. Im Zuge der Schwellung kommt die Farbe allerdings noch mal zurück. Es wird ein paar Tage dauern, bis die Körperfresszellen das Gröbste abtransportiert haben. Nach vier bis sechs Wochen Pause folgt die zweite Sitzung. Je nach Farbintensität des Tattoos sind zehn bis zwölf Termine nötig, bis alles raus ist. Bei Nicks eher kleinen Motiven könnte es schneller gehen.

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Jetzt ist der Unterarm dran! Auch hier ist es wie beim Tätowieren. Bevor es losgeht, müssen die zu behandelnden Hautpartien von Körperhaaren befreit werden. Heißt: Rasieren. Dann pustet und knallt es wieder. An dieser Stelle ist der sofortige Effekt deutlich besser zu erkennen.

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Geschafft! Nick ist gelasert und verbunden. Jetzt kann geshoppt werden. In fünf Wochen soll er wiederkommen. Wir bleiben dran! Und machen uns bis dahin noch ein paar Gedanken über das Gerücht, dass Tattoos schwul machen sollen (die Story dazu gibt’s im MÄNNER-Archiv).
Mehr Infos zu „Tatoolos“ findest du hier

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