Presumptive Republican nominee for President Donald Trump stands with his pick for Vice President M

Mike Pence: Stellt keine Schwulen ein!

Neue Erkenntnisse über den homofeindlichen Politiker, der der nächste Vize-Präsident der USA werden könnte

Da hat sich Donald Trump einen passenden Partner ausgesucht: Mike Pence soll Vize-Präsident werden, sollte der republikanische Kandidat im November zum neuen US-Präsidenten gewählt werden. Bereits bekannt war, dass er für die religiöse Freiheit eintritt, Homosexuelle zu feuern, wenn einem der Glaube das gebietet. Der Landesvater des Bundesstaates Indiana möchte das freilich nicht als Diskriminierung verstanden wissen. Er wolle nur die Menschen vor einer „Überregulierung” durch den Staat schützen, darum halte er nichts von einem gesetzlich verankerten Diskriminierungsschutz (MÄNNER-Archiv).

Übrigens ebensowenig vom Kampf gegen AIDS. Im Jahr 2000 forderte Pence, die Mittel für HIV-Prävention zu streichen (damit die Hilfsorganisationen nicht länger einen Lebensstil zelebrieren und propagieren, der die Verbreitung von HIV begünstigt – so Pence) und das Geld lieber in Homoheiler-Therapien zu investieren.

Schwule sind nicht leistungsfähig

Nun sind weitere Informationen über Pence bekannt geworden, die ein noch düsteres Licht auf den Gouverneur von Indiana werfen. Nach Recherchen von Right Wing Watch hat er in den 90er Jahren, als er für die Indiana Policy Review gearbeitet hat – eine rechtskonservative Stiftung mit eigener Publikation -, Artikel veröffentlicht, in denen Arbeitgeber dazu aufgefordert worden, keine Schwulen einzustellen. Pence kritisierte etwa das Wall Street Journal dafür,  an einer Jobmesse für schwule Journalisten teilzunehmen. Im Hinblick auf Schwule bei der Armee warnte er: Sie seien – und zwar komplett – Gruppe nicht leistungsfähig genug, weil sie mit „extrem hoher Wahrscheinlichkeit” Krankheiten hätten, die sie sich aufgrund ihres Sexualverhaltens holten und wegen ihrer Promiskuität, die ein Markenzeichen ihres Lebensstils seien. Pence selber bezeichnete Homosexualität in einem Artikel als Krankheit. (Die Sängerin Cher warnte kürzlich die queere US-Gemeinde eindringlich vor Trump – MÄNNER-Archiv)

Hillary Clinton, die für die demokratische Partei gegen Trump antritt, nannte Pence „Donald Trump mit einer anderen Frisur”.

Titelbild: Imago


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