Schwuler Botschafter mit eigener Doku

Der Tag im Zeitraffer (9.09.2016)

Der Sreaming-Dienst Netflix nimmt die dänische TV-Doku „I Am the Ambassador” über Rufus Gifford ins Programm auf. Die Serie begleitet den offen schwul lebenden US-Botschafter in 6 Episoden nach Dänemark und gibt Einblicke in sein privates wie auch berufliches Leben. Auf Instagram schrieb Giftordüber diese Neuigkeit: „Als ich vor 2 Jahren einwilligte, diese Doku für DR3 TV zu machen, bin ich davon ausgegangen, dass das nur ein paar tausend Zuschauer sehen würden. Jetzt, wo die Serie auf Netflix gestreamt werden kann, bin ich unglaublich nervös, besonders wegen der Ausstrahlung in meinem Heimatland. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass das passiert. Ich hoffe sehr, dass die Leute etwas über die USA, Dänemark, ein wenig über Diplomatie und die Verbindung zwischen Menschen und den Nationen lernen können. Und hoffentlich wird die Doku auch die Menschen zum Lachen bringen.“

Wir sind jedenfalls gespannt. Und vielleicht schaut der Erzbischof von Santo Domingo ja auch mal rein (für den sind schwule Botschafter bloß „Schwuchteln” – MÄNNER-Archiv).

Rückgang der Verpartnerungen

Eine neue Statistik aus England und Wales erzählt eine auf den ersten Blick traurige Geschichte: 2015 gab es dort nur 861 Verpartnerungen, das sind 49 Prozent weniger als 2014 und sogar 85 Prozent weniger als 2013. Das hat einen einfachen und irgendwie romantischen Grund: Denn gleichgeschlechtliche Paare in England und Wales können seit März 2014 was viel tolleres: Richtig heiraten nämlich! 150.00 von ihnen haben in den ersten 14 Monaten seit Einführung des Gesetzes genau das getan. Die Hälfte, 7366, der neuen gleichgeschlechtlichen Ehen waren vorher schon Lebenspartnerschaften gewesen und die Partner hatte ihre Partnerschaft einfach in eine Ehe umwandeln lassen. Das ist seit Einführung des Gesetzes möglich. (Mehr lesen – MÄNNER-Archiv)

Australien: Abstimmung über Eheöffnung?

Die meisten Australier sind für die Ehe-Öffnung. Diese Zahl nennt die Aktivistengruppe All Out: 72 % glauben, die Ehe für alle gehöre legalisiert. Das glaubten die meisten Politiker und sogar Premierminister Turnbull, sagen die Aktivisten. Trotzdem wolle die Regierung 120 Millionen Dollar ausgeben, um die Bevölkerung darüber abstimmen zu lassen. Warum, wisse niemand so recht, sagt All Out. „Aber was klar ist, ist, dass ein Referendum den Homohassern eine gute Gelegenheit gibt, ihre Lügen zu verbreiten und die queere Bevölkerung Australiens zu verletzen.“ Bald schon werde die Regierung entscheiden, ob sie eine teure unnötige Abstimmung über die Ehe-Gleichstellung durchführen wolle. Die Grünen und die Labor-Partei haben bereits ihren Widerstand gegen ein Referendum signalisiert. Wenn es zur Abstimmung kommt und die Mehrheit votiert mit Yes!, so wird die Anglikanische Kirche in Australien dieses Votum akzeptieren. Der Erzbischof von Melbourne, Philip Freier, kündigte das heute in einem Brief an die australischen Bischöfe an. (Mehr lesen – MÄNNER-Archiv)

Foto: Flickr


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