Ex-Frau beharrt: Omar war schwul

Sein Vater hat sich über ihn lustig gemacht, wenn er sich nicht männlich genug verhalten

Sitora Yusufiy ist die erste Frau von Omar Mateen – dem Mann, der am 12. Juni im Pulse Club in Orlando 49 Menschen tötete. In einem aktuellen Interview mit dem amerikanischen TV-Magazin Crime Watch Daily wiederholt sie ihre Überzeugung, er sei schwul gewesen und habe mit dem Angriff auf den schwulen Club die Anerkennung seines Vaters gewinnen wollen. Diesen beschreibt Yusufiy als stark homophob. Mateens Vaters soll seinen Sohn als schwul beschimpft und sich über ihn lustig gemacht haben, wenn er sich in seinen Augen nicht männlich genug verhalten hätte – beim Tanzen beispielsweise. Die Tatsache, dass Omar sich gegenüber der Polizei auf das Terrornetzwerk ISIS berufen habe, sei nur Fake gewesen.

Es gab keine sexuelle Verbindung zwischen uns

Ihre Annahme, dass Mateen schwul oder bi gewesen sei, begründet Yusufiy damit, dass er nie körperlich an ihr interessiert gewesen sei. Es habe keine sexuelle Verbindung zwischen ihnen gegeben. Er habe vielmehr schwule Dating Apps benutzt, sei in Schwulen-Clubs gegangen und habe dort mit Männern getanzt. Das deckt sich mit frühen Zeugenaussagen von Ty Smith and Christopher Callen (MÄNNER-Archiv) – das schwule Paar performte im Pulse als Drag-Queens. Callen erkannte ihn, als das Fernsehen nach dem Attentat Bilder von Mateen zeigte. „Er ist bereits seit über drei Jahren regelmäßig in den Club gegangen.“ Dort habe er auch immer wieder andere Männer geküsst. Er habe außerdem oft so viel getrunken, dass man ihn aus dem Club hätte eskortieren müssen.

FBI: Attentat war nicht homophob

Das FBI berichtete nach Abschluss der Untersuchungen, man habe keine Apps bei ihm gefunden und glaube auch nicht an eine homophobe Motivation. „Natürlich ist nicht abzustreiten, dass (das Attentat) besonders tiefe Spuren bei der schwulen Community hinterlassen hat”, sagte ein hochrangiger FBI-Beamter im Juli einer Zeitung. „Doch die Untersuchungen haben nicht ergeben, dass er das ‘Pulse’ ausgewählt hat, weil es ein schwuler Club ist” – MÄNNER-Archiv)

Sitora Yusufiy hat sich 2011 von Omar scheiden lassen, weil er sie immer wieder geschlagen habe. Schon unmittelbar nach dem Attentat im Juni hatte sie Medien gegenüber geäußert, dass sie glaube, ihr Ex-Mann sei schwul gewesen und habe aus homophoben Motiven gehandelt.

Hier geht’s zum 2. Teil des Crime Watch Daily-Interviews

Titelbild: Crime Watch Daily/Screenshot


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