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Orlando-Überlebender stirbt mit 34

Chris Brodman wurde im Haus eines Freundes tot aufgefunden

Drei Monate nach dem Massaker im „Pulse”-Club in Orlando ist einer der Überlebenden verstorben. Chris Brodman (34) wurde im Haus eines Freundes tot aufgefunden. Dort hatte er eine Party besucht. Medienberichten zufolge gab es keine Anzeichen von Gewalteinwirkung – die Todesursache soll jetzt eine Autopsie ermitteln.

Orlando

Chris Brodman (Foto: Facebook)

Sein Partner sammelt Geld für Chris‘ Beerdigung. „Ich kann noch nicht fassen, dass mein Baby fort ist”, schrieb er bei Facebook. „Ich kann nicht schlafen, ich kann nicht atmen; ich weiß nicht, was ich ohne ihn machen soll.”

Was für mich unheimlich wichtig ist, ist die Unterstützung und die Liebe der Menschen – hier in Orlando und auf der ganzen Welt

Chris Brodman hatte nach der Schießerei bei Facebook geschrieben: „Ich schaue zurück, und was für mich unheimlich wichtig ist, ist die Unterstützung und die Liebe der Menschen – hier in Orlando und auf der ganzen Welt.” Er hatte den Schüssen von Omar Mateen am 12. Juni unverletzt entkommen können und erzählte später in diversen Fernsehsendungen von seinen Beobachtungen im Club. Nach dem Massaker ließ er sich ein Tattoo stechen, zum Gedenken an die Todesopfer.

FBI: kein homophobes Attentat

Bei dem Massaker von Orlando waren 49 Menschen erschossen und mindestens 43 verwundet worden. (In Puerto Rico wurde bereits im Juli ein Denkmal errichtet – MÄNNER-Archiv). Für das FBI war die Schießerei kein homophobes Attentat. „Natürlich ist nicht abzustreiten, dass (das Attentat) besonders tiefe Spuren bei der schwulen Community hinterlassen hat”, so ein hochrangiger FBI-Beamter. „Doch die Untersuchungen haben nicht ergeben, dass er das Pulse ausgewählt hat, weil es ein schwuler Club ist.” Zugrunde lagen dieser Aussage Zeugeninterviews sowie Auswertungen von Mateens Computer und seiner Kommunikation über elektronische Medien (MÄNNER-Archiv).

Die Einschätzung des FBI hat viele Beobachter irritiert. Hatten doch sowohl Omar Mateens Vater wie auch seine Exfrau kurz nach dem Attentat erklärt, Mateen habe sich häufig homophob geäußert (MÄNNER-Archiv). Und sollte es reiner Zufall gewesen sein, dass der Täter angesichts der unzähligen Clubs in der Stadt ausgerechnet im Pulse gelandet ist?

Titelbild: Screenshot/Video


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