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Homogegner sollen Proteste einstellen

Papstbotschafter Coppola fordert Menschen auf: Redet miteinander!

UPDATE (24.11.2016) Seit Monaten demonstrieren Gegner der Eheöffnung auf Mexikos Straßen. Nun hat der neue Vatikan-Botschafter für Mexiko die Menschen aufgefordert, die Proteste einzustellen und in einen Dialog einzutreten. Erzbischof Franco Coppola, der dem Papst zuvor schon in verschiedenen afrikanischen Staaten diente und seit September in Mexiko ist, sagte bei einer Pressekonferenz, er käme nicht mit einer fertigen Lösung – das wäre respektlos dem Land und den Menschen gegenüber. „Meiner Meinung nach sollten die Mexikaner, anstatt auf Konfrontation zu setzen, Dinge zu proklamieren oder Protestmärsche zu veranstalten, sich an einen Tisch setzen und miteinander reden um zu verstehen, welche Folgen bestimmte Maßnahmen haben.“

Konkrekt ging er nicht auf das geplante Gesetz  von Präsident Pena zur Eheöffnung ein (der kürzlich eine herbe Niederlage hinnehmen musste – MÄNNER-Archiv). Allerdings sagte Coppola der Presse zur Politik des Präsidenten: “Es gibt meiner Meinung nach Dinge, die man leicht akzeptieren kann, und andere, über die wir nachdenken müssen, um alle Konsequenzen zu verstehen.“

Es war ein gruseliges Schauspiel, das sich im Sommer eines Samstagnachmittag in Mexico City abspielte: Über 80.000 Menschen versammelten sich im Stadtzentrum, um gegen die Pläne zur gleichgeschlechtlichen Ehe von Präsident Enrique Peña Nieto zu protestieren. Das Staatsoberhaupt will durch eine Reform der Verfassung die Ehe bald im ganzen Land öffnen (MÄNNER-Archiv).

Die Proteste gehören zu einer längeren Serie von landesweiten Demonstrationen gegen die Gesetzesänderung und gingen um die Welt, als ein 12-Jähriger sich einem der Märsche vor kurzem mutig entgegengestellt hatte (MÄNNER-Archiv).

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Foto: Twitter

Unterstützung für die Protestbewegung, die sowohl organisatorisch auch ideologisch von der in Mexiko sehr starken katholischen Kirche getragen wird, kommt jetzt offiziell aus dem Vatikan. In seinem Sonntagsgebet betonte Papst Franziskus, dass er die mexikanischen Geistlichen und Bürger, die sich der Eheöffnung in den Weg stellen wollen, unterstütze. Er tue dies, so wörtlich, „zugunsten der Familie und des Lebens, welche in diesen Zeiten eine besondere pastorale und kulturelle Aufmerksamkeit auf der ganzen Welt brauchen.“

Neue Qualität der Einmischung

Die Äußerung reiht sich ein in eine lange Serie von teilweise sehr widersprüchlichen Statements zum Thema LGBTI, die Franziskus in den vergangenen Monaten von sich gegeben hat. Zwar hat er im Herbst letzten Jahres noch öffentlichkeitswirksam ein schwules Paar getroffen (MÄNNER-Archiv). Außerdem hatte er insbesondere nach dem Massaker von Orlando durchaus versöhnliche Töne angeschlagen (MÄNNER-Archiv). Unterm Strich überwiegen jedoch kritische Äußerungen zu Homoehe, zu Transsexualität und zur „Genderideologie“ (MÄNNER-Archiv).

Die landesweite Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe würde einen herben Machtverlust der Kirche signalisieren.

Dass der Papst sich derartig deutlich in die öffentliche Debatte eines Landes einmischt, ist allerdings neu. In der Regel lässt er hier Bischöfe für sich sprechen. Die Gründe für die Einmischung liegen auf der Hand: Die landesweite Einführung der Ehe für Alle in einem katholischen Land wie Mexiko würde einen weiteren herben Machtverlust der Kirche signalisieren.

Foto: Imago


36 Kommentare

  1. Benne Konik

    Die ganze katholische Kirche inklusive Papst ist ne reizte lach Nummer. Aufwachen da !!!! Wir leben im 21 Jahrhundert und nicht mehr in den 70 er Jahren. Und die Kirche sollte mit dem Finger nicht auf andere zeigen sondern erstmal auf sich , wer hat sich denn an kleinen Jungs vergangenen? Die Kirche, also würde ich vorschlagen die sollten erst mal vor Ihrer eigenen Haustür kehren bevor sie über andere urteilen

  2. David Nagel

    Übers Gericht auf jeden Fall. In Köln zahlt man €35,- und die geben das denn dem Finanzamt weiter. Brauchst Du selbst nichts mehr machen. Kostet ungefähr 15 Minuten das Ganze zu regeln.

  3. Christian Forthuber

    Kirche/Religion ist – egal welche – die Verbreitung von Hass, Ausgrenzung, Diskriminierung, Gewalt … bis hin zu Mord und Krieg … der Welt wäre geholfen, wenn alle Kirchen und Religionen abgeschafft werden würden … traurig aber wahr …

  4. Wolfgang Ott

    da unterstützt man Homogegner, auf auf der anderen Seite wäscht man dem satanischen Islam die Füsse, und lässt noch im Petersdom von den Flüchtlingen den satanischen Koran verkünden , irgendwas läuft da auch schief !

  5. Andreas Klesing

    die Kirche hat immense Macht, und der kann man nur durch Austritt begegnen. Leider laufen denen, auch aus unseren Reihen , noch viel zu viele leichtgläubige Schafe hinterher.
    Leider

  6. Harry Fritot

    Religion(en) gehören Abgeschafft-sowieso nur alles Veräppelung leicht gläubiger Menschen um sie gefügig zu machen und Auszubeuten oder für Schlimmstes Unheil zu Missbrauchen.
    Religion ist die Schlimmste (Geistige) Krankheit die die Menschheit ereilt hat,sie forderte und fordert immer noch mehr Totesopfer als jede andere Krankheit.
    Es wird Zeit das gegen diese Krankheit endlich ein Heilmittel gefunden wird !!

  7. Sebastian Eichhorn

    Es gibt ja viele Vereine der Religion… Aber die Alte DIVA der Katholische Kirche trägt mal wieder das Krönchen… Religion gehört meine Meinung abgeschafft!! Ich kann nur jedem empfehlen aus dem Verein aus zu treten!!

  8. Attila Gaszner

    ich war nur beim Rathaus, hab gesagt ich will da raus, ein paar Euros auf den Tisch gelegt und fertig. Hab dann nach ein paar Tage ein Schreiben der Kirche bekommen, das sie es sehr schade finden das ich aus dem Verein raus bin… ROFL


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