Gay_Nation_1050_650

Umfrage: Ein eigenes Land für LGBTI?

Schon seit langem träumen Aktivisten davon. Wie steht Ihr dazu?

Berlin-Schöneberg, das Marais in Paris oder die Castro in San Francisco (MÄNNER Archiv): Stadtviertel oder Straßenzüge, die überwiegend von LGBTI bewohnt werden, gehören zum Stadtbild vieler westlicher Metropolen. Und sie sind umstritten: Während Kritiker den Rückzug von Schwulen, Lesben und Transgender in bestimme Stadtgebiete als „Ghettoisierung” kritisieren, geht er einigen schwullesbischen Aktivisten längst nicht weit genug. Sie wünschen sich einen kompletten Staat für LGBTI, um sie vor Homo- und Transphobie zu schützen.

Es fanden sich nicht genug Mitglieder der Community, die bei Jacksons „Stonewall Nation”-Projekt mitmachen wollten.

Bestrebungen, einen eigenen LGBTI-Staat zu gründen, gibt es dabei schon seit mehreren Jahrzehnten. Bereits im Jahr 1969 schlug der aus Kalifornien stammende Aktivist Don Jackson vor, im „Alpine Country”, dem kleinsten Verwaltungsgebiet des Bundesstaates einen schwullesbischen Staat zu gründen. Doch es fanden sich nicht genug Mitglieder der Community, die bei Jacksons „Stonewall Nation”-Projekt mitmachen wollten.

Briefmarken des "Gay & Lesbian Kingdom of the Coral Sea Islands"

Briefmarken des „Gay & Lesbian Kingdom of the Coral Sea Islands”

Die erste offizielle „Staatsgründung” gab es dann im Jahr 2004, als australische Aktivisten die  Korallenmeerinseln im Nordosten von Australien zum „schwullesbischen Königreich” erklärten. Dafür wurde die winzige Insel Cato von Aktivisten besetzt, die von dort aus die Unabhängigkeit des Staates ausriefen und dort eine Poststation eröffneten. Natürlich bliebt das Projekt letztlich eine symbolische Protestaktion mit dem Ziel, die Ausgrenzung von LGBTI sichtbar zu machen.

„Wir brauchen ein kulturelles und politisches Zentrum.”

Doch die Idee einer LGBTI-Nation bleibt für manche Aktivisten weiterhin ein träumenswerter Traum. Gerade erst hat Viktor Zimmerman, Leiter der Organisation „Gay Homeland Foundation” in einem Interview mit der Zeitschrift „Vice” erklärt, er glaube immer noch fest daran, dass eine schwullesbische Nation machbar sein: „Wir brauchen ein kulturelles und politisches Zentrum, wo wir neue Lebensweisen entwickeln können, die besser zu uns passen.” Zimmerman glaubt, dass sich LGBTI so von den Zwängen und Ausgrenzung eines Lebens unter Heteros befreien können.

Was meint Ihr?

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Brauchen LGBTI einen eigenen Staat?

Foto: Fotolia


55 Kommentare

  1. Andr As Kö

    Sorry aber wer dieses Satz in den Raum stellt, hatte wohl Nachts nichts zu tun?!

    Jahre der Unterdrückung, Verfolgung, Erniedrigung und des versteckens und nun kommt man auf die Idee alles wieder genau so zu machen wie vor einigen Jahren.

    Lasst uns doch als Bundeskanzler gleich Hitler einladen.

    Also Ideen gibt’s, da frag ich mich echt aus welchem Drogen versäuchten darkroom ist diese Idee herausgekrochen.

    Absolut ohne Sinn und Verstand.

  2. Markus Schuke

    Die MÄNNER verkommt wirklich mehr und mehr zu einer schwulen BILD. Ich bin entsetzt, daß Kriss Rudolph so einen gequirlten Mist zulässt.
    Das Blatt taugt wirklich nur noch für Schlüpper-Werbung.


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close