Neil DaCosta Book of Mormon Missionary Positions

Mormonen sind doch schwul!

Und die Kirche hat jetzt sogar eine eigene Webseite für sie

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, kurz „die Mormonen“, weiß, was sie von Homosexuellen will: nichts. Zwar dürfen Mitglieder der Kirche eigentlich schwul oder lesbisch sein, dürfen ihrem Begehren aber nicht nachgehen, sie müssen zölibatär leben. Aber, die Diskriminierung geht noch weiter: nach neuesten Beschlüssen werden Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern nicht getauft, bis sie 18 sind. Das hat gerade zu massenhaften Austritten geführt. (MÄNNER-Archiv) Außerdem unterstützt die Kirche Conversion-Therapien und glaubt, man könne Homosexuelle von ihrer Orientierung „heilen“. Und David A. Bednat, einer der Führer der Kirche, leugnet sogar, dass die Kirche homosexuelle Mitglieder hat.

Es gibt keine wirklich homosexuellen Mitglieder unserer Kirche

Er sagte: „Ich möchte mit dieser Frage anders umgehen. Es gibt keine wirklich homosexuellen Mitglieder unserer Kirche. Wir werden nicht von unserer sexuellen Orientierung bestimmt. Wir werden nicht von unseren sexuellen Aktivitäten bestimmt. Wir sind die Söhne und Töchter Gottes und müssen uns einfach verschiedenen Versuchungen des Fleisches stellen.“ Es gäbe keine homosexuelle Orientierung, denn die könne man ja heilen. Trotzdem gibt es seit kurzer Zeit eine Sache, die bestätigt, dass einige Mormonen wohl doch schwul sind: Die Kirche hat eine eigene Webseite für ihre schwulen und lesbischen Mitglieder eingerichtet.

Mormonen

Foto: gaymormonsouthpaw.blogspot.com

Es gibt keine Änderung in den moralischen Ansichten

Was auf den ersten Blick LGBTI-freundlich aussieht, ist, guckt man sich das Ganze mal genauer an, dafür da, damit Lesben und Schwule lernen, ihre „Veranlagung zu managen“, inklusive „Homoheilung“ wenn nötig. „Die Anziehung zum gleichen Geschlecht ist keine Sünde. Aber ihr Ausleben ist es. Menschen suchen sich ihre Veranlagung nicht aus, aber sie können sich aussuchen, wie sie damit umgehen.“ Elder Dallin H Oaks, ein anderer Führer der Kirche, bestätigt: „Es gibt keine Änderung in den moralischen Ansichten der Kirche. Was sich ändert und ändern muss, ist, wie wir unseren Kirchenmitglieder sensibel und ideenreich zur Seite stehen, wenn ihnen Homosexualität innerhalb ihrer Kirche, ihren Gemeinschaften oder anderswo begegnet.“ Das hat die Kirche allerdings nicht davon abgehalten, sich aggressiv gegen ein Anti-Diskriminierungsgesetz einzusetzen, das im US-Bundesstaat Utah, wo die meisten US-Mormonen leben, verabschiedet werden sollte.

Foto: Neil DaCosta/Book of Mormon Missionary Positions

 


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