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Honigbären aus dem Bilderbuch

Die Berliner Bären Robert und Frederic betreiben in Berlin ein sehr charmantes Café

Rot, gelb, grün, braun, violett, mit Zucker oder Schokopulver bestäubt und cremegefüllt. 15 Sorten Macarons präsentiert die Auslage des kleinen Cafés Mon Plaisir in der Berliner Pappelallee im Herzen von Prenzlauer Berg – von Patschhändchen und Schleckermäulern geschützt durch eine Glasscheibe. Daneben dreierlei Torten: Himbeer-Maracuja, Pflaume und Schokolade. Immer eine kleine, aber besondere Auswahl. Und hinter dem Ganzen: Die Ladenbesitzer Robert Schlenkermann (47) und Frederic „Fred“ Dumont (46).

Verliebt in Köln

Die beiden sind zwei Honigbären wie aus dem Bilderbuch. Der eine aus dem Pott, der andere aus Paris, lernten sie sich 2002 in Köln kennen – und verliebten sich ineinander. Zack, bumm! Nach einer halbjährigen Pendler-Romanze, zogen sie gemeinsam nach Mannheim. „Ich hatte damals ein sehr lukratives Angebot am Nationaltheater bekommen“, erinnert sich der gelernte Lichtdesigner Robert, als ich auf einen Kaffee vorbeikomme. „Die Zeit in Mannheim war beruflich sehr schön, privat aber sehr öde.“

Berliner Bären

Frederic beim Milchaufschäumen (Foto: Dennis Stephan)

Frederic, der mit seinen unzähligen Tattoos auch Türsteher sein könnte, kümmerte sich früher um die Öffentlichkeitsarbeit für Modelabels in Paris. In Deutschland arbeitete er in einem Callcenter. „Mein größter Wunsch war immer ein Café.“ Robert hingegen, von Beruf Lichtdesigner, war nach 20 Jahren als nebenberuflicher Barmann in einer Kölner Schwulenkneipe stark Gastronomie-geschädigt: „Ich begriff aber, dass die Jobs am Theater nicht dick gestreut sind. Unser Plan war es, nach Berlin zu gehen, aber hier stapeln sich die Kreativen. Das hätte mich künstlerisch frustriert – dann lieber was ganz anderes.“ Also stellten sich beide die Frage, wie sie ihre Fähigkeiten zusammenschmeißen konnten, um ihre Zukunft zu rocken – und beschlossen, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. „Es war Roberts Traum und ich bin der Erfüllungsgehilfe.“ Es folgte der Umzug, der Businessplan und die Suche nach einem Kreditgeber. „Das Geld von der Bank gab es letztlich für unsere Macarons.“

Zwischenfrage an alle, die nicht selbstständig arbeiten:

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Es war immer mein Wunsch, jemanden zu haben, mit dem ich zusammenlebe und mit dem ich auch zusammen arbeite

Und wie es ist, wenn der Liebste plötzlich auch der Geschäftspartner ist? „Wir kleben wirklich Tag und Nacht aufeinander. Das ist manchmal ganz schön nervig und ich wünschte mir dann oft zwei, drei Tage Ruhe. Ich merke aber auch, dass mir Fred fehlt, wenn er wirklich einmal für längere Zeit seine Familie besucht. Als ich noch nicht in einer festen Beziehung war, war es immer mein Wunschbild, jemanden zu haben, mit dem ich zusammenlebe und mit dem ich auch zusammen arbeite.“

Der vollständige Artikel steht in MÄNNER 10.2016

www.monplaisir-chocolaterie.de

Titelbild: Dennis Stephan


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