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Die Familie bekommt Zuwachs

Liberal-Islamischer Bund und Alt-Katholische Kirche treten dem Bündnis gegen Homophobie bei

Die Alt-Katholische Kirche und die Berliner Gemeinde des Liberal-Islamischen Bundes werden Mitglied im Bündnis gegen Homophobie (so ein Bündnis gibt es auch in Schleswig-Holstein, aber nicht alle wollen da mitmachen – MÄNNER-Archiv). Hierzu erklärt Nushin Atmaca, 1. Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes:
„Der Beitritt unserer Berliner Gemeinde zum Bündnis gegen Homophobie stellt für uns als Liberal-Islamischen Bund eine Selbstverständlichkeit dar. Seit unserer Gründung stellen wir uns jeglicher Form von Diskriminierung entgegen – so setzen wir uns ein für eine inklusive Lesart des Islam ein und praktizieren dieses religiöse Verständnis in unseren Gemeinden, in denen ausdrücklich jeder Mensch willkommen ist. Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der sowohl eine große muslimische Gemeinschaft als auch eine lebendige und aktive LGBTI-Community zuhause sind, verstehen wir den Beitritt unserer hiesigen Gemeinde zum Bündnis als wichtiges gesellschaftliches Signal.”

Dekan Ulf-Martin Schmidt, Beauftragter am Sitz der Bundesregierung für die Alt-katholische Kirche, erklärte: „Gerade in diesen polarisierenden Zeiten ist es für uns Alt-Katholiken in Berlin und Brandenburg wichtig dem Bündnis gegen Homophobie beizutreten. Seit vielen Jahren bereichern Menschen der LGBTI-Community unser kirchliches Leben – so ist es nur folgerichtig auch aktiv ein Zeichen der Solidarität zu setzen.”

Beide Religionsgemeinschaften haben Gottesdienste zum lesbisch-schwulen Stadtfest unterstützt

Der Liberal-Islamische Bund und die Alt-Katholische Kirche haben am 21. Juli 2016 am Runden Tisch zum Thema Homosexualität im Schöneberger Rathaus teilgenommen und die „Schöneberger Erklärung für Vielfalt und Respekt“ unterzeichnet. Zudem haben beide Religionsgemeinschaften Gottesdienste zum lesbisch-schwulen Stadtfest beziehungsweise zum CSD unterstützt.

Das Bündnis gegen Homophobie als Allianz der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen wächst kontinuierlich. Seit Anfang des Jahres sind dem Bündnis die Füchse Berlin, die Eisbären Berlin (der Eishockey-Club lässt jetzt Regenbogenfahnen durchs Stadion wandern – MÄNNER-Archiv) und Plakat Kultur beigetreten.

Um aktiv gegen Homophobie einzutreten setzt der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen – Landesantidiskriminierungsstelle (LADS), das von ihm initiierte Bündnis gegen Homophobie im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ um. Das im Jahr 2009 gegründete Bündnis steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller.

Titelbild: Shutterstock


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