Der „Denver Clan” kommt zurück

Ein US-Fernsehsender plant eine neue Version der Kultserie

Die Rückkehr alter Fernsehserien scheint der TV-Trend 2016 zu sein. Erst letzte Woche beglückten die Macher von „Will & Grace” Fans mit einer neuen, kurzen Folge der Serie, um Hillary Clinton im Wahlkampf zu unterstützen. (MÄNNER-Archiv) Und nun das: Laut Berichten von US-Medien ist der „Denver Clan” auf dem Weg zurück auf die Bildschirme. Die im Original „Dynasty” betitelte Serie ist die erfolgreichste Soap der Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts und war die erste mit einer schwulen Hauptfigur. Der erst von Al Corley und dann von Jack Coleman gespielte Steven Carrington durchlitt ein sich über Jahre hinziehendes Coming-out, stritt sich permanent mit seinem Vater und war meistens relativ unglücklich. Trotzdem gilt die Figur als Meilenstein der LGBTI-TV-Geschichte. Auch Rock Hudson und Helmut Berger spielten in einigen Folgen der Serie mit.

Erste schwule Hauptfigur der Fernsehgeschichte

Nun hat der US-Fernsehsender The CW angekündigt, den „Denver Clan” wiederbeleben zu wollen: Die TV-Produzenten Stephanie Savage und Josh Schwartz („Gossip Girl”) sind damit beauftragt, zusammen mit den Erfindern der Original-Serie Esther und Richard Shapiro, eine neue Version der Geschichte um die beiden superreichen Familien der Carringtons und der Colbys zu erarbeiten. Dabei soll es natürlich auch wieder eine oder mehrere LGBTI-Figuren geben. Eine Hauptveränderung wurde jetzt schon bekannt: Aus Krystle wird Cristal. Im neuen „Denver Clan” ist die in die Carrington-Familie einheiratenden Schönheit Latina und bringt so jede Menge Potential für neue, spannende Geschichten mit.

Aus Krystle wird Cristal

Zwar gibt es noch keinerlei Informationen über eine mögliche Besetzung der Rollen, allerdings plant der Sender eine Ausstrahlung der ersten Folgen der neuen Show für Herbst nächsten Jahres. Wollen wir hoffen, dass dem Reboot mehr Glück beschieden ist, als dem letzten „Dynasty”-Projekt: Im Januar 2011 hatten Richard und Esther Shapiro angekündigt, die Saga der Carringtons auf die große Leinwand bringen zu wollen und bereits ein Drehbuch zu schreiben. Die Geschichte war als Prequel zur Serie angelegt: Der Film sollte von dem jungen Blake Carrington erzählen, der in den frühen 60er Jahren entdeckt, dass er der Erbe eines Firmenimperiums ist. Und wurde nie gedreht.

Foto: ABC/Facebook
Steven in der Original-Serie:


27 Kommentare

  1. Mike Sieg

    Anfangs war es eben neu, da wurde der amerikanische Traum verkauf, das war der Zickenkrieg der Schönen u. Reichen mit teils skurrilen Wendungen, manchmal von den Drehbuch-Autoren arg an den Haaren herbeigezogen. 🙂 Erst als Krystle Carrington über viele Folgen auf dem Dachboden eingesperrt war, hatten wir dann aber letztendlich genug.

  2. Wolfgang Schmitt

    Steven durfte bereits in der Originalfassung gluecklich werden. In DENVER – DIE ENTSCHEIDUNG aus dem Jahr 1991 lebte Steven in einer Partnerschaft mit Bart Fallmont. Sein Vater Blake akzeptiert Steves Homosexualitaet und seine Beziehung in diesem Zweiteiler endgueltig.


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