„Männer zum Anbeißen“

sehnsüchtiger hat das queere Kinopublikum dieses Jahr vermutlich keinen Film erwartet

Jetzt ist es wirklich nicht mehr lange hin bis zum Kinostart von „Die Mitte der Welt“. In drei Wochen läuft die Verfilmung des Romans von Andreas Steinhöfel offiziell im Kino an – sehnsüchtiger hat das queere Kinopublikum dieses Jahr vermutlich keinen Film erwartet. Was soll aber Jakob M. Erwa sagen? Er ist der Regisseur des Films, und er wartet schon seit sechs Jahren auf den großen Moment, wie er im Video erzählt.

In MÄNNER 11.2016 beschäftigen wir uns ausführlich mit der Geschichte von Phil und Nicholas. Im Interview mit Autor Steinhöfel wollten wir wissen, ob es ihm wichtig war, dass ein schwuler Regisseur die Geschichte verfilmt (In Moskau feierte der Film bereits Weltpremiere –  MÄNNER-Archiv).

Alle männlichen Darsteller bis in die kleinsten Nebenrollen sehen zum Anbeißen aus

„Nö, das war zweitrangig. Ich weiß auch gar nicht, ob ich die Geschichte heute noch mal als schwule Geschichte schreiben würde. Damals habe ich das getan, weil ich das Gefühl hatte, mich mit schwuler Liebe besser auszukennen. Dabei ist das völliger Blödsinn“, so der Autor. „Das ist einfach eine Beziehungsgeschichte, wie sie genauso zwischen einem Jungen und einem Mädchen oder zwei Mädchen stattfinden könnte. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man einem Film ansieht, ob er von einem Schwulen gedreht wurde. Wobei es natürlich ein Anzeichen sein könnte, wenn alle männlichen Darsteller bis in die kleinsten Nebenrollen zum Anbeißen aussehen.“

Titelbild: Screenshot


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