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Diskriminierung bleibt Diskriminierung

Christliche Bäcker aus Nordirland hatten sich geweigert, einen Kuchen für einen LGBTI-Aktivisten zu backen

Es bleibt dabei: Die Weigerung christlicher Bäcker aus Nordirland einen Kuchen für einen LGBTI-Aktivisten zu backen, ist „direkte Diskriminierung“. Das hat heute ein Belfaster Berufungsgericht festgestellt.

Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung

Es war im Jahr 2014, als die Bäckerei Ashers in der Grafschaft Antrim Gareth Lee mitteilte, man werde keine Torte herstellen, auf der „Unterstützung für Ehe für alle” stünde. Den Kuchen hatte der LGBTI-Aktivist Lee damals aus Anlass des IDAHOT bestellt. Aber aus Sicht der Bäckerei-Betreiber verstieß die Botschaft gegen ihre christlichen Überzeugungen. Im Jahr 2015 urteilte ein Belfaster Richter, dass das Unternehmen den Kunden aufgrund von sexueller Orientierung und religiöser Überzeugung diskriminiert habe. Der Geschäftsführer von Ashers kritisierte das Urteil damals: „Es legt nahe, dass Unternehmer alle möglichen Zwecke oder Kampagnen unterstützen müssen – egal wie sehr es ihnen widerstrebt.“ (In der Republik Irland hat sich eine Druckerei wiederholt geweigert, Homopaare zu bedienen – MÄNNER-Archiv)

Diskriminierung

Ein christlicher Verein hatte die Bäcker unterstützt: „Sollte ein christlicher Bäcker gezwungen werden, sowas auf eine Torte zu schreiben?” (Foto: christian.org.uk)

Heute bestätigten die Richter des Berufungsgerichts das ursprüngliche Urteil: Die Tatsache, dass ein Bäcker einen Kuchen für ein bestimmtes Team backt oder einen Halloweenkuchen mit Hexen dekoriert, bedeute nicht, dass er eins von beiden unterstütze.

Es sei Standard bei uns, für Homohochzeiten keine Torten zu backen

Die nordirischen Bäcker hatten bei ihrer Berufung Unterstützung von Aaron and Melissa Klein erhalten, den Chefs von Sweet Cakes in Oregon, die 136.000 Dollar zahlen mussten, weil sie einem lesbischen Paar eine Hochzeitstorte verweigerten. Die Kleins hatten sich ebenfalls auf ihre religiösen Überzeugungen berufen. Kürzlich schlossen sie ihr Geschäft (MÄNNER-Archiv).

Und sie waren nicht die ersten und bei weitem nicht die einzigen: In Colorado hatte der Masterpiece Cakeshop es abgelehnt, für David Mullins und Charlie Craig eine Hochzeitstorte zu liefern. Begründung der Bäckerei: Es sei Standard, Kunden für Homohochzeiten keine Torten zu backen. Auch in diesem Fall wurden die Bäcker verurteilt, und auch in der Berufung lautet das Urteil: schuldig wegen Diskriminierung.

Titelbild: www.ashersbakingco.com


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