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Maas will „Ehe für alle“

Der Bundesjustizminister eröffnet den Wahlkampf

Vermutlich ist der Bundesjustizminister am 5. Geburtstag der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (MÄNNER-Archiv) in Spendierlaune – schließlich hat sein Haus, damals noch unter seiner Vorgängerin Sabine Leutheusser Schnarrenberger (FDP), die Errichtung der Stiftung vorangetrieben. In einem Glückwunschschreiben an die Stiftung schrieb Heiko Maas (SPD) nun:

Sie können auch in Zukunft auf meine Unterstützung zählen

„Deutschland ist ein starkes Land, weil hier alle Menschen ihre eigenen Lebensentwürfe leben können. Diese Vielfalt zu fördern und sie gegenüber Diskriminierung zu schützen, dafür arbeitet Ihre Stiftung mit großem Erfolg.“ Und danach heißt es: „Sie können auch in Zukunft auf meine Unterstützung zählen, zum Beispiel beim Einsatz für eine Öffnung der Ehe für alle.“ Schwule und Lesben sollen also künftig die Möglichkeit bekommen, wie Heteropaare heiraten zu dürfen. Das hatte die SPD ja schon im Wahlkampf 2013 versprochen (100 % Gleichstellung), setzte sich aber in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU nicht durch und muss dafür bis heute heftige Kritik aus der LGBTI Gemeinde einstecken.

Und wirklich weiter als vor drei Jahren ist man der Union heute auch nicht. Man kann also feststellen: Der Wahlkampf hat begonnen.

Das ist doch das bürgerlich-konservativste Konzept, das es gibt

Das schwule CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn sieht in seiner Partei weiter keine Mehrheit für eine Ehe-Öffnung. Er werbe aber weiter dafür. „Wenn da Menschen nach einer der bürgerlichsten Angelegenheit streben, die es gibt, nämlich der Ehe, also dem verbindlichen Versprechen vor der Gesellschaft, füreinander einzustehen, bei den Rechten wie bei den Pflichten – das ist doch das bürgerlich-konservativste Konzept, das es gibt. Ich habe den Eindruck, mit dieser Argumentation lassen sich mehr und mehr Menschen und Kollegen erreichen“, so Spahn gegenüber MÄNNER. „Das hat man bei der Anne-Will-Verpartnerung auch gemerkt, wie da alle von Hochzeit sprachen. Und manch einer feststellte: Wie, das ist noch gar nicht geregelt? Da passiert gerade noch viel. Wir haben noch keine Mehrheit, aber die Zeit ist auf unserer Seite.“ (Das sagt Spahn zur geplanten §175-Entschädigung – MÄNNER-Archiv)

Titelbild: Imago


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