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Ehrenmord aus Homohass?

In dem Inselstaat nördlich von Australien ist Homosexualität immer noch strafbar

Harry Peter aus Alotau, der Hauptstadt der Provinz Milne Bay, wurde am 2. Oktober von einem Mitglied der Familie getötet, wie Radio Australia berichtet. Man warf ihm vor, „unanständig” zu sein.

Opfer eines Ehrenmordes?

Nach Angaben einer engen Freundin, Tharani Rengessamy, war neben dem direkten Verwandten ein weiteres entferntes Familienmigtlied an einem Streit beteiligt – dieser soll Harry Peter so heftig auf den Kopf geschlagen haben, dass er daraufhin verblutete.

Rengessamy beschreibt Harry als netten, einfühlsamen Mann, der einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft gehabt habe. „Er wurde getötet, weil er schwul ist. Die Menschen konnten die Tatsache nicht akzeptieren, dass er schwul ist. ” Laut Gesetz wird gleichgeschlechtlicher Sex in Papua New Guinea mit Gefängnis zwischen 3 und 14 Jahren bestraft. (Ein paar Kilometer weiter südlich, in Australien, wird derzeit darüber gestritten, ob man zur Eheöffnung ein Referendum braucht – MÄNNER-Archiv)

Alles wird unter den Teppich gekehrt und man sagt uns, es sei eine Familienangelegenheit

Rengessamy berichtet, der Mord an ihrem Freund habe die Bewohner von Alotau tief gespalten. Es gebe den Teil, der die queere Community akzeptiert hat, und einen anderen Teil, der sich über Harrys Tod freut, weil sie glauben, dass die LGBTI Community eine Schande sei und gar nicht existieren sollte.

Polizei will sich „nicht einmischen”

Die Ermittlungen der Polizei seien auf einem Stillstand, klagt sie. „Alles wird unter den Teppich gekehrt und man sagt uns, es sei eine Familienangelegenheit, und weder der Staat noch die Polizei sollten sich einmischen.”

Ehrenmord

Sulique Waqa (Screenshot/FBC News)

Das sieht Sulique Waqa von der Transgender Bewegung Haus of Khameleon anders: „Das ist ein reines Hassverbrechen, das man beegangen hat wegen der sexuellen Orientierung des Opfers.” Sie forderte die Regierung von Papua Neuguinea auf, die LGBTI Community besser zu schützen.

Titelbild: Facebook/Tharani Rengessamy


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