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Einen Monat lang schwule Geschichte

Der Tag im Zeitraffer (27.10.2016)

An britischen Schulen könnte ein schwuler Geschichtsmonat eingeführt werden. Das hat der Labour-Parteivorsitzende Jeremy Corbyn der Nachrichtenagentur „Press Association“ gesagt. Eine Regierung unter Labour-Führung würde die Lehrpläne dahingehend verändern, dass LGBTI-Geschichte darin stärker vorkommt.

„LGBTI waren in der Vergangenheit immer beteiligt“, sagte er. Corbyn ergänzte, er könne sich das als Themenmonat vorstellen, so wie es auch im Oktober mit der Geschichte und Leistung der schwarzen Bevölkerung – dem „Black History Month“ – bereits seit vielen Jahren gängige Praxis ist.

Es soll vermittelt werden, wie sich die Gesetze verändert haben: Von der Illegalität hin zur Eheöffnung. Außerdem soll nicht nur über den Erfolg von Mitgliedern der LGBTI-Community gesprochen werden, sondern auch über die Verfolgung, etwa von Oscar Wilde oder Alan Turing. Nach dem Informatiker ist das Gesetz zur Rehabilitierung schwuler Männer in Großbritannien benannt (MÄNNER-Archiv).

„Ich möchte, dass das ein ganz normaler Teil des Geschichts- oder Literaturunterrichts wird. Es soll nicht separat behandelt werden“, sagte der Labour-Politiker.

Mit dem Einhorn ins Büro

London war am Mittwoch um eine Attraktion reicher: Durch die britische Hauptstadt fuhr eine Regenbogne-Kutsche. Damit konnte man ganz gemütlich und sehr zauberhaft zur Arbeit reiten, anstatt sich in die stets rappelvolle U-Bahn zu quetschen – noch dazu gratis. In der weißen Kutsche ist Platz für vier Menschen. Die Fahrgäste konnten an verschiedenen Hotspots in der Stadt zu steigen. Natürlich bietet sich das Einhorn mit seinen pinkfarbenen Hufen auch an, wenn man sich dringend auf der Arbeit outen möchte. (Mehr dazu – MÄNNER-Archiv.)

Es gibt keinen „Patient Zero“

Manche Legenden halten sich hartnäckig. In Bezug auf HIV war das die von Patient Zero, einem einzelnen Mann, der in New York durch sein ungezügeltes Sexleben ganz allein für die Ausbreitung des Virus verantwortlich gewesen sein sollte. Gaétan Dugas, so hieß er, war Flugbegleiter bei Air Kanada und starb schon im Frühjahr 1984 an den Folgen von AIDS. Nachdem er in seinen 31 Lebensjahren mit Tausenden von Männern geschlafen hatte. Er war der ideale Verdächtige: promisk, mobil und sehr attraktiv. Doch er ist unschuldig. (Mehr dazu – MÄNNER-Archiv.)

Titelbild: Shutterstock/Robert Kneschke


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