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Outet Euch ruhig!, sagen die Fans

Eine Mehrheit der BBC5-Hörer sagt, sie hätten kein Problem mit schwulen Spielern

Die meisten britischen Fußballfans hätten kein Problem mit einem offen schwulen Spieler – das hat eine Online-Umfrage des Radiosenders BBC5 ergeben: eine BBC-Sparte, die sich hauptsächlich mit Sportthemen beschäftigt. In der vergangenen Woche hatte der Verbandschef Greg Clarke gesagt, er könne keinem Spieler raten, sich zu outen. Er schäme sich für die herrschende Homophobie im Sport. Zugleich kündigte er an, hart gegen Beleidigungen vorzugehen (MÄNNER-Archiv).

Eine deutliche Minderheit würden Spiele ihres Team nicht mehr ansehen, wenn ein schwuler Mann mitspielt

Bei der BBC-Umfrage, an der über 4.000 Menschen in England, Wales und Schottland teilnahmen, gaben 82 % der Fußballfans an, sie hätten kein Problem mit einem offen schwulen Spieler. Nur 8 Prozent gaben an, sie würden Spiele ihres Team nicht mehr ansehen, wenn ein schwuler Mann mitspielte.

Homophob, sexistisch und rassistisch

61 % sagten, offen schwule Spieler sollten sich outen, um anderen zu helfen, dasselbe zu tun.  71 % meinten, die Clubs sollten ihre Fans verstärkt für das Thema Homophobie sensibilisieren. Jeweils die Hälfte der Befragten gab an, bei einem Spiel homophobe Sprüche, sexistische Sprüche sowie rassistische Beleidigungen gehört zu haben.

Er wäre „verwundert“, hatte Verbandschef Clarke gesagt, wenn es keine schwulen Spieler in der 1. Liga gäbe. Aber da sei eben eine laute und einflussreiche Minderheit, die es einem Spieler unmöglich mache, sich zu outen.

Wir haben das Problem noch nicht im Griff

Der Daily Mirror hatte berichtet, zwei Erstliga-Spieler seien kurz davor, sich zu outen. Clarke hält das für keine gute Idee. „Ich glaube, wir haben das Problem noch nicht im Griff. Wenn „schlechte Menschen“ sich in einer großen anonymen Masse befinden, würden sie übermütig. (Im Berliner Olympiastadion zeigten Fans am vergangenen Wochenende ein homophobes Plakat – MÄNNER-Archiv) „So ein Verhalten ist widerlich und muss ausgerottet werden. Und ich bin fest entschlossen, es auszurotten.“

Titelbild: CosminIftode/Shutterstock (Unser Bild zeigt Andrea Pirlo (re), der Alvaro Morata nach seinem Ausgleichstreffer für Juventus Turin bei der Champions League 2015 im Berliner Olympiastadion küsst)


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