Berlin Sportpark GER 1 FBL Hertha BSC Saison 2016 2017 Training Foto Thomas Kraft

Hertha droht Strafe wegen Spruchband

Ein Urteil des DFB Kontrollausschusses wird bis Ende der Woche erwartet

Wegen des offenbar homophoben Plakats der Ultra-Gruppe Harlekins im Olympiastadion droht Hertha BSC wohl eine Strafe. Nach Informationen der B.Z. ermittelt derzeit der DFB-Kontrollausschuss – es droht der Hertha eine Geldstrafe von mindestens 10.000 Euro. Noch prüft der Ausschuss die Stellungnahme des Vereins, ein Urteil wird es wohl bis Ende der Woche geben. Inzwischen haben auch die Harlekins Berlin reagiert und präsentieren auf ihrer Webseite ein Foto, das Fans mit einem Spruchband mit der Aufschrift „Ja zur Homoehe!“ zeigt.

Hertha BSC

Screenshot http://hb98.de

40 Meter lang war das Transparent, das Fans am Wochenende beim Spiel Hertha BSC gegen den 1. FC Köln in der Ostkurve des Olympiastadions zeigten. Dort stand: „WH 96: Lieber eine Mutter als zwei Väter“ (MÄNNER-Archiv).

Es spielt an auf eine Auseinandersetzung zwischen Berliner Ultras, den Harlekins, und Kölner Ultras, der „Wilden Horde 1996” (WH 96). Im Auswärtsspiel von Hertha BSC in der vergangenen Saison hatten nämlich Kölner Ultras ein Transparent mit der Aufschrift: „HB 98: 11 glückliche Väter und 1 glückliche Mutter“ an die Harlekins adressiert. Und damit die Harlekins lächerlich zu machen versucht, die auf ihrer Internetseite verkündet hatten: „Mittlerweile sind sechzehn Harlekins-Mitglieder Eltern, ein stolzer Anteil bei knapp über fünfzig Mitgliedern insgesamt.”

Hertha BSC distanziert sich seit jeher von jeder Form der Diskriminierung

Der Berliner Erstligist interpretierte das Spruchband als homophob motiviert: „Lasst doch den Blödsinn sein. Hertha BSC distanziert sich seit jeher von jeder Form der Diskriminierung”, twitterte der Verein noch am Samstagabend. Das Fußballmagazin 11 Freunde, in Anspielung auf den guten Saisonstart der Hertha, befand, ebenfalls bei Twitter: „Schade, Hertha, wieder alles verspielt.” Auch für den „Spielbeobachter Mars”, der das Foto aus dem Stadion via Twitter verbreitete, war der Spruch klar homophob gemeint:

Hertha BSC

Titelbild: Imago/Metodi Popow


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