Hillary Clinton Rally in Brooklyn Hillary Clinton speaks at women for Hillary Town Hall with Congres

Hillary zeigt Flagge

Clinton enthüllt ihren Plan für LGBTI-Politik im 21. Jahrhundert

Während sich deutsche Ministerpräsidenten mit ihren Äußerungen zu LGBTI missverstanden fühlen (MÄNNER-Archiv), hat Hillary Clinton, die Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei der USA, in einem bislang einmaligen Schritt, am Donnerstag in einem langen Gastbeitrag für ein queeres Medium, ihre Vision für LGBTI-Politik im 21. Jahrhundert veröffentlicht. Die Wochenzeitung „Philadelphia Gay News” hatte sie und Donald Trump gebeten, sich zu diesen Themen zu äußern und zu erklären, was LGBTI-Wähler von ihnen als Präsident/in zu erwarten hätten. Nur Clinton antwortete, das aber mit Gusto. Sie begann damit, noch einmal die großen Fortschritte zu loben, die für LGBTI unter Präsident Obama erreicht worden sind, ging dann aber sofort zu den aktuellen Problemstellungen über.

Trump ist gefährlich

„Es gibt immer noch zu viele Staaten in Amerika, in denen LGBTI aus ihren Wohnungen geworfen oder gekündigt werden können, einfach weil sie sind, wer sie sind. Man kann am Sonntag zwar heiraten, am Montag aber dafür entlassen werden, weil man lesbisch, schwul oder transgender ist. Das geht gegen alles, wofür wir als Land stehen sollten.” Sie warnte mit deutlichen Worten vor einem Präsidenten Donald Trump: „Er würde Richter ans Verfassungsgericht berufen, die die Eheöffnung zurücknehmen würden und viele von Präsident Obamas Entscheidungen bezüglich LGBTI rückgängig machen wollen.” Außerdem wies Clinton darauf hin, dass Trump schon bei der Wahl seines potentiellen Vizepräsidenten, Mike Pence, dafür gesorgt hat, dass er jemanden aussucht, der für seine Anti-LGBTI Politik bekannt ist.

Diskriminierung verbieten

Ihr Plan für weitere Fortschritte für queere Menschen in den USA und weltweit und die Erhaltung „des schon Erreichten, für das wir so hart und lange kämpfen mussten” ist umfassend. Da ist einmal der von ihr mitentwickelte „Equality Act”, der „Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung in den gesamten USA im Arbeits- und Mietrecht” verbieten würde, und den sie im gesamten Wahlkampf als eines ihrer großen Ziele herausgestellt hat. (MÄNNER-Archiv)  Außerdem betonte sie noch einmal, wie wichtig es ihr ist, innerhalb weniger Jahre dazu zu kommen „eine Generation zu haben, die ohne AIDS aufwächst”. Dazu bedürfe es größeren, finanziellen Einsatzes für die HIV-Foschung, „weiteren progressiven Umgang mit nachgewiesen wirksamen Mitteln wie PrEP” und einen Kampf gegen Stigma.

Der Gewalt ein Ende setzen

Auch zum Thema Gewalt gegen LGBTI äußerte sich Clinton: „LGBTI sind öfter als jede andere Gruppe Opfer von Hassverbrechen. Das ist Amerika gerade durch das Attentat auf das Pulse in Orlando noch einmal schmerzlich bewusst geworden. Es war das tödlichste Attentat einer Einzelperson in der Geschichte der USA. Die Gefahr ist für LGBTI aus POC-Communitys noch einmal größer, besonders Transgender of color. Letztes Jahr sind mehr als 20 POC-Transfrauen in Amerika ermordet worden. Drei davon erst kürzlich hier in Philadelphia. Wir müssen der Gewalt ein Ende setzen und die Leben von LGBTI retten.” Ihr Plan dafür ist auch eine progressive Reform der Waffengesetze der USA. „Wir müssen endlich dafür sorgen, dass Waffen nicht mehr in falschen Hände geraten.”

Hier Clintons gesamtes Essay. 

Foto: Imago/Pacific Press Agency

 


8 Kommentare

  1. Norbert Häseler

    Auch wenn Sie damit nur Wählerstimmen suchen sollte, stellt sie sich im Gegensatz zu deutschen Politikern /Politikerinnen hinter die LGBTI und gibt ein klares Statement ab.

  2. Dimitrij Borysenko

    Ein Statement ohne Überzeugung ist auch nichts wert. Bevor sie erkannt hat welches Wähler Potential und nach erstarken der LGBTI, war sie strikt gegen die Homoehe usw.

    Also was soll sie da großes tuen ohne es wirklich zu wollen?
    Das wird dann wieder nur so ein trostpflaster

  3. Marcel Hase

    Ihre Aussagen über den möglichen Krieg gegen den Iran und ihre ganzen Lügenkonstrukte sind einfach nur widerlich. Diese ganze Frau ist abartig. Ich schäme mich, dass die sich für Rechte von Homosexuellen stark macht….

  4. Marcel Hase

    Glaubt eigentlich irgendjemand, dass die Amerikaner wählen ? Es steht doch schon fest, wer Präsident wird. Dieses dämliche Volk weiß doch nicht einmal, dass Wasser zwischen den Kontinenten ist…


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