Homophobe Umtriebe in Holland

"Leiden bleibt tolerant", twittert ein lokaler Politiker

In der Universitätsstadt Leiden haben offenbar homophobe Jugendliche Anfang der Woche einen regenbogenfarbenen Zebrastreifen übermalt. Einige von ihnen waren maskiert. Nach der Tat flohen sie auf Fahrrädern – allerdings ließ es sich einer der Täter nicht nehmen, vorher noch den Hitlergruß zu zeigen.

Niederlande

Sauber machen am Tag danach (Foto: Twitter/Roos van Gelderen)

Leiden bleibt tolerant

Die Gruppe von Teenagern filmte sich dabei nicht nur selber – sie wurden bei ihrer Tat auch von einem benachbarten Café aus gefilmt (siehe Video oben, das der Mitarbeiter des Lazaru’s Valie Vollebol bei Facebook postete). Der Politiker Roos van Gelderen twitterte bereits gestern ein Foto, das die Stadtreinigung zeigt, wie sie den Regenbogen-Zebrastreifen wieder herstellt. „Leiden bleibt tolerant“, schrieb er.

Wir müssen hart gegen diesen Mangel an Toleranz vorgehen

Gestern war  außerdem bekannt geworden, dass in Amsterdam, nur rund 50 Kilometer weiter nordöstlich, schwulenfeindliche Flugblätter in Briefkästen von Bewohnern verteilt werden (MÄNNER-Archiv). Die Flyer verkünden, dass Homosexualität im Islam, im Judentum und im Christentum verboten sei und nennen eine Reihe weiterer „Fakten” über Homosexuelle, über deren angebliche Gewohnheiten und Lebensweisen. So wird behauptet, dass jedes 3. Kind, das bei homosexuellen Eltern aufwachse, von ihnen missbraucht würde.

Ahmed Marcouch, Abgeordneter der niederländischen Arbeiterpartei, protestierte auf Twitter scharf: „Wir müssen hart gegen diesen Mangel an Toleranz vorgehen. Das hier ruft zu Hass auf.“

Titelbild: sleutelstad.nl/Screenshot


1 Kommentar

  1. gelderlander72

    Liebe Redaktion von Männer,

    ich finde es gut und wichtig, das ihr darüber berichtet, aber tut mir einen Gefallen: Das Land in dem ich lebe, in das ich ausgewandert bin, heißt seit 200 Jahren Niederlande. Also schreibt bitte auch Niederlande. Und nicht dieses primitive Holland. Wenn schon Holland, dann benennt doch bitte die Provinz richtig, Zuid-Holland.

    Wir sprechen ja auch von Deutschland und nicht von Sachsen. Bzw. nennen die Deutschen auch Deutsche und nicht Sachsen. Obwohl sich viele so wie die Neonazis in Sachsen benehmen.


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