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IKEA Russland entfernt schwules Paar

Erst am Mittwoch hatte ein Sprecher von IKEA Russland gesagt, man würde nichts zensiere

Die Aktion ist für russische Verhältnisse sensationell: IKEA sucht ein neues Gesicht für das Cover des neuen Katalogs, und die Favoriten sind – und das ausgerechnet im Land, wo das „Werben“ für gleichgeschlechtliche Beziehungen verboten ist – zwei schwule Jungs. Ihr Bild ist Teil einer Werbekampagne, bei der Menschen in einer IKEA-Filiale an einem professionellen Fotoshoot mitmachen konnten. Auf diese Weise konnte nan an einem Online-Wettbewerb teilnehmen: Das Foto mit den meisten Stimmen wird von IKEA für Werbezwecke genutzt, und der Gewinner erhält einen fetten Einkaufsgutschein für Ikea.

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Dieses Foto ist von der Voting-Seite verschwunden

Foto offiziell auf Wunsch des schwulen Paares entfernt

Die meisten Teilnehmer (die eine mutmaßlich „traditionelle Sexualität“ haben, wie es die Russen nennen) dümpeln im 200er Bereich, nur ein Foto hat 362 Stimmen. Dann kommt eine Weile gar nichts – und dann kommt das schwule Paar mit riesigem Vorsprung auf Platz 1. Offenbar hat es geholfen, dass die Organsiation ‘Straight Alliance for LGBT Equality’ ihre 20.000 Follower aufgerufen hat, für Lev Polyakov und seinen Freund zu stimmen. Nur sind die zwei jetzt nicht mehr auf der Seite zu sehen, obwohl die Abstimmung noch bis Ende des Monats laufen soll. Das Bild – mit aktuell 7.600 Stimmen – wurde von der Seite entfernt. Wie es offiziell heißt, auf Wunsch der beiden Jungs. Die USA haben gerade eine neue Kampagne mit einem schwulen Paar gestartet (MÄNNER-Archiv).

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Diese Kampagne von IKEA USA ist schon Wirklichkeit

Wir bei IKEA sind für alle da

Erst am Mittwoch hatte ein Sprecher von IKEA Russland gegenüber den Kollegen von Gay Star News gesagt, man würde nichts zensieren. „Wir bei IKEA sind für alle da. Bei uns ist jeder willkommen, unabhängig von Alter, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung […] Dieses Prinzip durchdringt jeden Aspekt bei IKEA – sei es das Arbeitsverhältnis oder ein Event, das IKEA veranstaltet. In dem Wettbewerb gelten, wie bei allem, was IKEA vertritt, die selben nicht-diskrimierenden Prinzipien.“

Mal ganz grundsätzlich gefragt:

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Fühlst Du Dich von schwuler Werbung angesprochen?

Titelbild: IKEA


11 Kommentare

  1. Roman Hoffmann

    Ikea und die Russen werden immer paranoider. Man weiß ja nicht einmal ob sie homosexuell sind. Und wenn. Ist es ein Verbrechen wenn sich zwei Menschen mögen oder lieben?! Als ob sie in Russland nicht genug andere Probleme hätten

  2. Peter Mocikat

    Deshalb ist mir die USA lieber als dieses verheuchelte Putin-Regime, der nur sauer ist das er Deutschland nicht ganz verschlucken kann wegen dem starken Schutz der USA!

  3. Harry Fritot

    Schade IKEA…
    Anstatt ein Zeichen für Toleranz,Akzeptanz und Menschlichkeit zu setzen kuschen sie vor einem Diktator und seinem Homophoben Regime nur des schnöden Geldes wegen 🙁
    IKEA (n)

  4. Peter Mocikat

    Es liegt nicht nur am Russen da haben Sie recht, aber die USA bzw. die Ami sind mir lieber als andere, insbesondere die wären keinen Deut besser, im Gegenteil vielen haben nicht einmal eine Verfassung mit der Basis auf Menschenrechten mit der daraus folgenden Teilung von Regierung und die Überprüfbarkeit durch Richter die nicht bedroht werden oder gar kaltgestellt werden wie zum Beispiel in der Türkei etc. etc. Bildung nützt nichts, wenn man sein Gehirn nicht richtig gebraucht! Und warum soll die USA die Macht an andere abgeben und sich von denen unterbuttern lassen das wäre widersinnig, ja geradezu idiotisch.

  5. Peter Mocikat

    Und der Putin macht mit den verheuchelten konservativen Kirchenfürsten einen Kotau und hofft so das einfache Volk auf seine Seite zu haben weil diese nicht durchblicken das die Religion missbraucht wird der Kohle und der Macht wegen, so haben die obersten Priester ein schönes Leben auf Kosten des Volkes und halten sich nicht an das was diese dem Volk predigen. Und Putin ist ja nicht dumm, deshalb macht er das. Aber alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Der Mann an sich finde ich sympathisch allerdings sein Gehabe und seinen Neid auf die USA und die Zusammenarbeit mit der Kirche ist rückständig. Außerdem mag ich Sibirien nicht, ich liebe Länder wo es wärmer ist und wo die Liebe nicht beschränkt wird durch Moralvorstellung wie sie bei uns in Deutschland durch die christlichen Kirchen und mit den C-Parteien viel zu lang verfassungswidrig bestanden haben.


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