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Orlando feiert Pride

Die Parade wird von einem "Pulse"-Wagen angeführt

Orlando bereitet sich auf den Pride nach dem Massaker vom 12. Juni vor. Über 150.000 Besucher werden am Samstag erwartet. Die Parade soll angeführt werden von einem „Pulse”-Wagen, auf dem Mitarbeiter des Clubs und Angehörige von Opfern des Massakers mitfahren.

Orlando

Ewiggestrige Erzkatholiken glauben, dass Hurrikan „Matthew”, der gerade große Schäden in Kuba anrichtete und demnächst an der Ostküste der Vereinigten Staaten erwartet wird, eine Strafe Gottes sei. Auf der Seite Shoebat.com, die von den selbsternannten „christlich-militanten” Walid und seinem Sohn Theodore Shoebat betrieben wird, heißt es in einem Gastbeitrag: 

Orlando

Walid Shoebat: Der frühere PLO-Terrorist ist heute militanter Christ (Foto: Shoebat.com)

„Gott schickt diesen Hurrikan als Zeichen seiner Wut gegen Amerika, weil man dort Homosexualität toleriert und um den Orlando Pride zu vereiteln. Die Bibel lehrt im Alten Testament klar und deutlich, dass immer wenn Juden Gott nicht gehorcht haben, Er seine Strafen geschickt hat, sehr oft in der Form von Naturkatastraphen.”

Vor vier Monaten waren bei dem Massaker im LGBTI-Nachtclub 49 Menschen erschossen worden. Omar Mateen soll selber schwul gewesen sein, hieß es nach dem Attentat, und ein Doppelleben geführt haben. Stammgäste des Clubs sagten aus, Mateen regelmäßig dort angetroffen zu haben, und auch seine Ex-Frau bekräftige kürzlich in einem Fernsehinterview, dass Mateen schwul war und seine Homosexualität unterdrückt habe, um dem homophoben Vater zu gefallen. Das FBI hatte nach seinen Ermittlungen festgestellt, es habe sich nicht um eine homophobe Tat gehandelt (MÄNNER-Archiv).

Orlando

Nach dem schlimmsten Blutbad, das ein Einzeltäter in den USA angerichtet hat, wurden zahlreiche Spenden gesammelt. Allein die GoFundMe-Kampagne von Equality Florida brachte 9,5 Millionen Dollar zusammen. Die LGBTI-Organisation veröffentlichte kürzlich ein beeindruckendes Video, in dem sich die Überlebenden des Attentats von Orlando, deren Angehörige und die Familien der Opfer für die finanzielle Unterstützung bedanken, die sie nach dem Massaker erfahren haben (MÄNNER-Archiv).

Titelbild: Stadt Orlando/Facebook 


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