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Große Mehrheit ist out im Job

Das sind die Ergebnisse unserer Umfrage der Woche

Die große Mehrheit der MÄNNER-User, und das ist wirklich erfreulich, ist auf der Arbeit geoutet und auch glücklich damit. In unserer Umfrage der Woche hatten wir gefragt, wer sich vor seinen Arbeitskollegen geoutet hat und wer sich damit lieber zurückhält. Demnach stehen 80 % glücklich geoutete User einer kleiner Gruppe von knapp 15 % gegenüber, die sagt: „Das geht meine Kollegen nichts an.“

Out im Job

Grundsätzlich mag das richtig sein. Mehrere Studien haben jedoch gezeigt, dass geoutete Mitarbeiter auch kreativer und produktiver sind. So gibt es auch für die Unternehmen selbst gute Gründe, sich dafür einzusetzen, dass ihre Angestellten mit ihrer Sexualität offen umgehen können. Eine Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey etwa konnte in einem Vergleich von verschiedenen Firmen zeigen, dass diejenigen, die sich um größere Vielfalt bemühen, ganze 53 Prozent höhere Renditen verbuchen können als jene mit geringerer Diversität. Analysiert wurden 180 Unternehmen weltweit (MÄNNER-Archiv)

Manager haben Nachholbedarf

In den Führungsebenen deutscher Firmen besteht übrigens noch gewaltiger Nachholbedarf. Von den 200 Top-Managern bei Lufthansa sind nur 5 bis 10 schwul, schätzt ein ehemaliger Manager (MÄNNER-Archiv). „Aber die bringen ihre Partner nicht zu Firmenveranstaltungen mit – Heteros schon. Sie fühlen sich vielleicht nicht wohl damit.“

Bei Diskriminierung scheuen viele den Weg, dagegen zu klagen

Die Anzahl derer, sich laut unserer Umfrage geoutet haben und es bereuen, ist mit 1,3 % recht gering. Vermutlich erleben – oder befürchten – sie Diskriminierung. Zwar gibt es mit dem Antidiskriminierungsgesetz, das dieses Jahr 10 Jahr alt wurde, eine Möglichkeit dagegen vorzugehen, doch viele scheuen diesen Weg. Experten schlagen darum vor, dass künftig nicht mehr nur Betroffene, die sich von Arbeitgebern, Dienstleistern oder Vermietern benachteiligt fühlen, klagen dürfen sollten – sondern auch Verbände und die Antidiskriminierungsstelle selbst (MÄNNER-Archiv).

Was immer noch ein problematisches Umfeld sein kann, sind die kirchlichen Arbeitgeber. Das zeigt der Kommentar eines MÄNNER-Users, der schrieb: „Früher beim katholischen Arbeitgeber musste ich mich verstecken. Daher habe ich den Arbeitgeber gewechselt. Beim Jetzigen erzähle ich offen von meinem Mann! Eben so, wie man sich mit Kollegen unterhält.”

Titelbild: StockLite/Shutterstock


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