161007 CARTAGENA Oct 7 2016 Image provided by Colombia s Presidency taken on Oct 1 2016

Santos bekommt Friedensnobelpreis

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ist einer der LGBTI-freundlichsten Politiker der Welt

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos reagierte: „Überwältigt und dankbar“, als ihm heute Morgen mitgeteilt wurde, dass er den Friedensnobelpreis erhält. „Es ist noch sehr früh, deswegen hatte er sich gerade erst den Schlaf aus den Augen gerieben“, sagte der Sekretär des Nobelkomitees, Olav Njølstad. „Der Präsident sagte außerdem, dass der Preis sicher sehr wichtig für den Friedensprozess in Kolumbien sei.“ Für seine Bemühungen um genau den bekommt Santos den Preis. Um genau zu sein, für „für seine entschlossenen Anstrengungen, den mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg in dem Land zu beenden“. Als erste Reaktion veröffentlichte Santos einen Tweet. Kolumbien sei dem Frieden „sehr, sehr nahe“.

Hocherfreut und erleichtert

Der Preis sei auch für das kolumbianische Volk gedacht, das lange genug unter dem Krieg gelitten habe. Er verstehe den Preis als Ermutigung. Wenn Santos Dinge anpackt, geht es manchmal sehr schnell. Wie viele Politiker weltweit, hatte Santos lange gebraucht, um sich für die Eheöffnung begeistern zu können. Kolumbien ist auch nicht weniger katholisch als andere Länder in der Region. Als der Präsident 2014 allerdings entschieden hatte, sich für die Öffnung der Ehe in Kolumbien einzusetzen, ging es sehr schnell. Erst gab der Präsident seine Unterstützung für die nötige Gesetzesänderung bekannt. Wenig später outete sich Wirtschaftsministerin Cecilia Alvarez und sagte: „Ich danke dem Präsidenten, weil er sich nie um meine persönlichen Angelegenheiten geschert, sondern meine beruflichen Qualitäten gesehen hat“.

Eheöffnung im April 2016

Im April 2016 erklärte das Corte Constitucional de Colombia die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paare für verfassungswidrig und öffnete so die Ehe (MÄNNER-Archiv), worüber sich Santos „hocherfreut und erleichtert“ zeigte. Seit 2011 müssen Regenbogenfamilien auch offiziell als Familien anerkannt werden, seit 2014 gab es die Stiefkindadoption und seit letzten Jahr gilt das volle Adoptionsrecht auch für LGBTI (MÄNNER-Archiv).

Foto: Xinhua


3 Kommentare

  1. Rainer von Steht

    Ja ,was ist mit unserer kanzlerin mit ihrem Bauch Gefühl ????? Kleine Staaten müssen uns vormachen ,was sie nicht will und auch im Grund gesetzt steht Alle Menschen sind vor dem Gesetzt gleich , aber leider gibt es in politik und Religionen immer noch Lobby Gruppen die Gleich heit zu verhindern wissen ,


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