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Texanischer Seitenwechsel

Homohochzeit bringt langjährigen Republikaner zum Nachdenken

Der Texaner Terry Jennings war bis zum vergangenen Wochenende Republikaner. Als Mitglied der Partei, für die Donald Trump bei den US-Wahlen antritt, saß er als Richter am Obersten Berufungsgericht. Dort gab es bislang nur Republikaner. Nun ist Jennings der einzige Demokrat am Gericht. Denn er wechselte die Seiten – und zwar nachdem er die Trauung eines Homopaares vollzogen hat. Diese Hochzeit fand schon im Januar statt – und Jennings stellte fest: Ich gehöre nicht mehr in die republikanische Partei (Mike Pence, der unter Trump Vizepräsident würde, zählt zu den Hardlinern in der Partei – MÄNNER-Archiv).

Wie kannst Du eigentlich noch Republikaner sein, bei allem, was in dieser Partei abgeht?

Wie er gegenüber der Houston Press sagte, gab es damals Stimmen von Leuten, die glaubten,  ein republikanische Richter würde niemals auf die Idee kommen, diese Zeremonie zu leiten. Das war der Punkt, an dem Jennings anfing zu überlegen, ob er noch in der richtigen Partei sei. Dazu kam, dass seine Kinder ihn fragten, Teenager, die die Oberstufe besuchen: Wie kannst Du Dich eigentlich noch als Republikaner bezeichnen, bei allem, was heute so in dieser Partei abgeht?

Republikaner

Neu-Demokrat Terry Jennings (Foto: txcourts.gov)

Seinen Seitenwechsel verkündete er am vergangenen Samstag bei einem Fundraising Dinner für die Demokraten. Er habe das Gefühl, so Jennings, die Partei habe sich zu sehr verändert. „Man hat diesen Satz schon so oft gesagt: Nicht ich habe die Partei verlassen – die Partei hat mich verlassen – und so ist es!”

Sehr aufregend, dass wir davor sind, die erste Frau zur Präsidentin zu wählen

„Als Vater von zwei Töchtern und Sohn einer Frau, die vor der Einführung des Frauenwahlrechts geboren wurde, finde ich es sehr aufregend, dass wir kurz davor sind, mit Hillary Clinton die erste Frau zur Präsidentin zu wählen.“(Auch ihr früherer parteiinterner Konkurrent Bernie Sanders ruft seine Anhänger auf, Hillary zu wählen – MÄNNER-Archiv)

Seit August 1920 verbietet ein Verfassungszusatz, einer Person aufgrund ihres Geschlechts den Zugang zu einer Wahl zu verbieten.

Titelbild: Shutterstock


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