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„Schwule Sau“ ist keine Bagatelle

Was tun bei homophoben Beleidigungen?

Beleidigungen gegen queere Personen wie „Schwule Sau“ oder „Scheiß Lesbe“ gehören leider in Berlin zur Tagesordnung.  Häufig werden sie bagatellisiert oder ignoriert – und können doch Betroffene schwer beeinträchtigen. Und sie können als vorurteilsmotivierte Taten strafrechtlich bedeutsam sein. In einer MANEO-Soirée wird das Thema mit Experten aus den Bereichen Psychologie, Strafrecht und Kommunikationswissenschaft sowie mit Referent und Referentinnen von Polizei und Staatsanwaltschaft diskutiert.

Eine Strafanzeige wird nur in den seltensten Fällen erstattet.

„Viele queere Personen haben es schon selbst erlebt oder kennen es aus ihrem Bekanntenkreis: Abwertungen, Pöbeleien und Beleidigungen, die sich auf die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität beziehen. Ob auf dem Schulhof, in der Nachbarschaft oder am Arbeitsplatz, ob subtil oder gerade heraus – homophobe Beleidigungen können verletzen“, teilt MANEO mit. „Eine Strafanzeige wird nur in den seltensten Fällen erstattet.“ MANEO wertet jedes Jahr alle Fälle mit homophoben und trans*phoben Hintergründen für Berlin aus – MÄNNER-Archiv.  Das schwule Anti-Gewalt-Projekt ist ein eigenständiges Projekt von Mann-O-Meter e.V. und besteht seit 26 Jahren – es ist das älteste und erfahrenste Anti-Gewalt-Projekt seiner Art in Deutschland.

Mit der Expertenrunde soll aufgeklärt und erläurt werden, dass homophobe Beleidigungen keine Bagatelle sind. Es soll aufgezeigt werden, wie und warum homophobe Beleidigungen verletzen, welche psychischen Folgen sie haben können, und wo eine strafrechtlich relevante Grenze überschritten wird. Außerdem gibt es praktische Tipps und Hinweise im Umgang mit  vorurteilsmotivierten Beleidigungen.

Es diskutieren u.a. Ines Karl, Oberstaatsanwältin, Staatsanwaltschaft Berlin, Sissy Brucker, Rechtsanwältin und MÄNNER-Rechtsexpertin sowie Bastian Finke, der Projektleiter von MANEO. Moderiert wird der Abend von Martin Reichert (taz).

Die Runde findet statt am Montag, den 17.10. ab 18.30 Uhr
Ort: Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz im John-F.-Kennedy Saal.
Der Eintritt ist frei.

Titelbild: www.postkartenmann.com


5 Kommentare

  1. Kevin Montany-Jung

    >hätte man im öffentlichen raum „juden xxx“ gesagt, müsste eigentlich die staatsanwaltschaft von amtswegen aktiv werden … ich finde, homophobie i.c. sollte man wie antisemitismus als ein gesamtgesellschaftliches anliegen begreifen und dementsprechend auch reagieren =?!= denke ich=?!<

  2. Kai Tonath

    Man kann es aber auch sehen wie in Schwaben üblich: „Der/Die/Das hat nicht SECKEL gesagt“ also hat er/sie/es nicht beleidigt – Meine Erfahrung aus dem Ultra-Block im Stadion: Wenn man es hört, reicht einfach ein strenger Blick und dem, dem es rausgerutscht ist, wird klar, dass es jetzt nicht so toll war!


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