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Und nochmal: Den Kindern geht’s gut

Weitere Studie bestätigt: Kindern von schwulen respektive lesbischen Eltern geht es nicht schlechter

Fast ein Jahrzehnt lang hat Rachel H. Farr, Assistenzprofessorin der Psychologie an der Universität von Kentucky, verschiedene Familienmodelle betrachtet und jetzt im Developmental Psychology Journal veröffentlicht. Wie unterscheiden sich Kinder von heterosexuellen von schwulen respektive lesbischen Eltern? Die Antwort: eher nicht.

Farrs Studie stützte sich auf 100 Adoptivfamilien mit schulpflichtigen Kindern. Nach einem Beobachtungszeitraum von zehn Jahren stellt sie fest: Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung kommen die Eltern ihrer Rolle zufriedenstellend nach und sind mit ihrer Beziehung zufrieden. Die Psychologin stellt wiederholt fest, dass es keinen Unterschied bei Kindern von Hetero- und Homoeltern bei ganz vielen Charakteristika gibt wie Verhaltensauffälligkeiten, Stress, Elternbeziehung, Funktionalität der Familie und vielen anderen (Wir lieben unsere Kinder, sagen diese schwulen Väter – MÄNNER-Archiv).

Höhere soziale und akademische Kompetenz

Es gibt mittlerweile zahlreiche Untersuchungen, die bestätigen, dass Kinder bei Homoeltern genauso gut und gesund aufwachsen wie bei Heteros (nicht dass uns das wundern würde) und sie werden auch nicht häufiger schwul oder lesbisch. So hat der amerikanische Kinderheilkundeverband schon vor einigen Jahren eine Studie vorgestellt, für die über 150 lesbische Mütter von der Familienplanung bis zum Erwachsenwerden der Kinder beobachtet wurden. Demnach haben ihre Kinder sogar eine höhere soziale und akademische Kompetenz und haben weder soziale Probleme, sind weniger aggressiv als ihre heterosexuellen Altersgenossen. (Die Teilnehmer der homophoben Demos für alle sind erfahrungsgemäß resistent gegen wissenschaftliche Studien – MÄNNER-Archiv)

Schwule Väter: Kindeswohl ist gewahrt

Das hat auch 2009 die erste große repräsentative Studie aus Deutschland festgestellt, durchgeführt unter der Leitung des bayerischen Staatsinstituts für Familienforschung an der Uni Bamberg: Die Wissenschaftler befragten über zwei Jahre 1.059 schwule Väter und lesbische Mütter mit 852 Kindern. Fazit: Gleichgeschlechtliche Paare sind genauso gute Eltern wie Hetero-Paare. Das Kindeswohl ist bei ihnen ebenso gewahrt wie in anderen Familien.

Unterschiede gibt es eher in positiver Weise

Die Kinder entwickeln sich positiv, ihr schulischer und beruflicher Werdegang ist unauffällig, und es gibt keine erhöhte Neigung zu emotionalen Unsicherheiten. Wenn es Unterschiede in der Entwicklung von Kindern von gleichgeschlechtlichen Eltern gebe, „dann eher in positiver Weise“, heißt es in der Studie. (Das Europäische Parlament hat im Frühjahr ein weiteres Mal hervorgehoben, dass gleichgeschlechtlichen Eltern genau die gleichen Rechte zustehen wie allen anderen – MÄNNER-Archiv) Die Wissenschaftler stellten fest: Heranwachsende in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften verfügen über ein höheres Selbstwertgefühl als Kinder aus konventionellen Familienformen. Die sogenannten Regenbogenkinder beschreiben sich auch selbst als offen und tolerant.

Titelbild: Shutterstock/Monkey Business Images


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