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St Pauli reagiert auf homophobes Banner

Der Tag im Zeitraffer (28.10.)

„WH 96: Lieber eine Mutter als zwei Väter“ stand auf einem 40 Meter langen Banner, das – vermutlich homophobe – Fans beim Spiel Hertha BSC gegen den 1. FC Köln im Stadion zeigten (MÄNNER-Archiv). Das Banner stammt von den Harlekins, den Berliner Ultras.

Beim Pokalspiel FC St. Pauli gegen die Hertha zeigten die Fans aus Hamburg den Rivalen aus Berlin am Dienstag in der Halbzeitpause, was sie davon halten: Nämlich gar nichts. „Lieber zwei Väter auf Liebe gepolt als einer, der kurz Zigaretten holt. The Mamas and the Papas von der G.A.S.“ stand auf einem Banner der St.-Pauli-Fans.

Das Spiel hat zwar Berlin mit 2:0 gewonnen, St. Pauli hat aber einmal mehr an Sympathie gewonnen. So hat der Traditionsverein im letzten Jahr bereits ein Auswärtstrikot vorgestellt, das eine Regenbogenflagge am Ärmel trägt.

St. Pauli

Das Auswärtstrikot vom FC St. Pauli in der Saison 2015/16. Foto: FC St. Pauli

Der Hertha droht unterdessen eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro wegen des homophoben Banners. Trotz Entschuldigung des Vereins am selben Abend via Twitter ermittelt derzeit der DFB-Kontrollausschuss (MÄNNER-Archiv).

Berliner Schwulenberatung fordert mehr Geld

Berlin ist vorbildlich, wenn es um die Versorgung von LGBTI-Flüchtlingen geht. Es gibt eine eigene Unterkunft für sie (MÄNNER-Archiv). Die Schwulenberatung führt fast 5000 Beratungen jährlich durch, viele zu diesem Thema. Auch bei Wohnprojekten für LGBTI und beim Umgang mit der Crystal Meth-Epidemie in der Szene ist die Hauptstadt anderen Orten in Deutschland weit voraus. Damit das so bleibt fordert die Beratung mehr Geld. (Mehr dazu – MÄNNER-Archiv.)

Kirchliche Segnung sei „große Not“

In 19 von 20 Landeskirchen können Homosexuelle ihre Partnerschaft segnen lassen. Das sei für Johann Hesse, wie die LZ berichtet „eine große Not für die Menschen, die von dieser Not der Homosexualität betroffen sind”. Und weiter: „Für die, die da herauskommen wollen, ist es eine große Not, dass die Kirche das segnet, was Gottes Wort als Sünde bezeichnet.” Dies raube den Menschen die Kraft, den „schweren Weg aus der Homosexualität” zu gehen. (Mehr dazu – MÄNNER-Archiv.)

Titelbild: Zaphod/beebleblox.blogspot.de


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