Tim Kruger, mal angezogen

Als Kind wollte er immer Koch werden. Ein Glück, dass Wünsche nicht immer wahr werden

Seine Ankunft im Verlag verursachte einiges Aufsehen. Die meisten erkannten den sympathischen Mann mit dem weißen T-Shirt, den kurzen Jeans und den Adidas-Stiefeln sofort. Hier und dort heißt es: „Den hatte ich mir größer vorgestellt.“ Solche Kommentare ist Tim gewohnt. Er wird oft auf Partys von Bewunderern angesprochen, die sich ihn in Überlebensgröße vorgestellt hatten. Die meisten seien freundlich, respektvoll und „total süß“, erzählt er. Nur manchmal würden Leute Grenzen überschreiten und ihm direkt in den Schritt fassen. Das sind dann diejenigen, die nicht begreifen, dass Pornos zu drehen nicht automatisch heißt, dass man Freiwild ist. Wer für jedermann sichtbar im Internet vögelt, vögelt deshalb nicht mit jedermann in der Realität. Und wenn ein großer Schwanz zum Markenzeichen geworden wird (was bei Tim der Fall ist), heißt das nicht, dass dieses Markenzeichen Allgemeingut ist. Tim hat inzwischen Routine darin, übergriffigen Leuten diese Sachlage mit gelassener Autorität mitzuteilen (MÄNNER-Archiv).

Für unser Oktoberheft mit dem Schwerpunktthema „Ich bin mein eigener Boss“ haben wir Tim Kruger über TimTales ausgequetscht.

Tim, wolltest Du beruflich schon immer selbstständig sein?
Nee. Ich hab mein Leben eigentlich überhaupt nicht vorausgeplant. Als Kind wollte ich immer Koch werden. Das hat mir meine Oma ausgeredet. Ihr Bruder war Koch und sie meinte: „Als Koch bist du nie zu Hause, außerdem herrscht in Küchen so ein rauer Umgangston, dafür bist du viel zu sensibel.“ Damit hatte sie vielleicht sogar recht.

Sensibilität kann in Deiner heutigen Position nicht schaden, oder?
Denke ich auch. Man muss auf die Models eingehen können und wenn man mal sauer wird, muss man sich zurückhalten. Es gibt ja auch Models, die überhaupt nicht mit Kritik umgehen können. Die fühlen sich dann persönlich angegriffen. In solchen Fällen muss man gucken, wie man die Kritik rüberbringt, ohne dass man die Szene versaut.

Wie gut kennst Du die Models vor einem Dreh?
Bei den passiven Partnern, mit denen ich drehe, möchte ich vorher möglichst gar keinen persönlichen Kontakt haben. Am besten finde ich, wenn der Tag, an dem wir uns das erste Mal persönlich treffen, auch der Tag ist, an dem gefilmt wird. Sonst ist es nicht mehr spannend. Außerdem fällt dann weniger ins Gewicht, wenn ich den anderen unsympathisch finde. Es passiert ja schon, dass man Leute nicht so gut leiden kann.

Mehr erzählt Tim Kruger im MÄNNER-Interview. Das Oktoberheft kannst Du hier bestellen – wir liefern ohne Versandkosten.

Titelbild: Patrick Mettraux

Video: Philip Kanchana


8 Kommentare

  1. John Dumont

    Auch wenn jeder etwas anderes in Tim sieht. Hier zeigt er sich von einer ganz anderen Seite. Er hat eine unglaubliche Ausstrahlung. Genau das macht ihn sehr beliebt.


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