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Tschechien möchte Stiefkindadoption

Der Tag im Zeitraffer (25.10.2016)

In Tschechien soll es in Zukunft für Homosexuelle möglich sein, das leibliche Kind ihres Partners zu adoptieren. Die Regierung hat einem entsprechenden Gesetz zur Stiefkindadoption zugestimmt, berichtet „Radio Prag”. Jiří Dienstbier, Minister für Menschenrechte und Chancengleichheit, sieht vor allem Vereinfachung in alltäglichen Situationen: Bei medizinischen Fragen oder beim Abholen im Kindergarten.

„Im Extremfall, wenn der biologische Elternteil stirbt, ist so sichergestellt, dass das Kind ein Rechtsverhältnis mit dem anderen Partner hat“, sagte Dienstbier. Der Vizevorsitzende der Sozialdemokraten ergänzte, dass bis zu 1000 Kinder im Land von dem neuen Gesetz betroffen sind.

Tschechien: Eingetragene Lebenspartnerschaft seit 2006

Damit es so weit kommt, müssen jedoch noch beide Kammern des Parlaments zustimmen. Das könnte an den Christdemokraten scheitern, die gemeinsam mit den Liberalen und den Sozialdemokraten eine Koalition bilden. Die konservative Partei hat bereits ihre Abneigung geäußert.

„Wir haben gegen den Gesetzesentwurf gestimmt. Ich habe vorgeschlagen, ihn vorerst auszusetzen, aber das wurde nicht angenommen. Dieser Gesetzesvorschlag wurde von der Regierung ohne unsere Stimmen angenommen, nicht als Vorschlag der Koalition. Wir sind nicht verpflichtet, ihn im Parlament zu unterstützen“, sagte Parteichef Paul Bělobrádek. In Tschechien können Schwule und Lesben seit 2006 ihre Partnerschaft eintragen lassen. Bereits im Dezember 2015 hat ein Gericht eine ausländische Adoption eines schwulen Paares anerkannt (MÄNNER-Archiv).

Studie zeigt: Kindern von Schwulen und Lesben geht es nicht schlechter

Fast ein Jahrzehnt lang hat Rachel H. Farr, Assistenzprofessorin der Psychologie an der Universität von Kentucky, verschiedene Familienmodelle betrachtet und jetzt im Developmental Psychology Journal veröffentlicht. Das Ergebnis: Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung kommen die Eltern ihrer Rolle zufriedenstellend nach und sind mit ihrer Beziehung zufrieden. Die Psychologin stellt wiederholt fest, dass es keinen Unterschied bei Kindern von Hetero- und Homoeltern bei ganz vielen Charakteristika gibt. (Mehr lesen – MÄNNER-Archiv.)

Schwule Republikaner wollen Donald Trump nicht

Die „Log Cabin Republicans” sind so etwas wie die Homosexuellen in der AfD: eine Gruppe von Menschen, die zwar schwul und lesbisch sind, aber behaupten, in ihrer Partei hätte niemand etwas gegen sie. Aber selbst die „Log Cabin Republicans” haben ein Problem mit ihrem Präsidentschaftskandidaten und weigern sich deswegen, ihn öffentlich zu unterstützen. (Mehr lesen – MÄNNER-Archiv.)

Titelbild: Shutterstock/TTstudio


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