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Vielfalt passt nicht in Lückentexte

"Meine Tochter hat den heteronormativen, konservativen Lückentext-Arbeitsblättern den Kampf angesagt", twittert ein stolzer Vater

Wofür es in Hessen hochbezahlte Bildungspolitker braucht, erledigt in Berlin eine Schülerin der Grundschule. Die sollte im Unterricht einen Lückentext ausfüllen. Der war ihr aber zu heteronormativ geraten, weil man dort keine Chance hatte, eine Familie als etwas anderes als zu definieren als Vater-Mutter-Kind. Der stolze Vater Niko Kappe aus Berlin-Moabit postete stolz bei Twitter ihren angepassten Lückentext, der nun keine Fragen mehr offen lässt:

„Meine Tochter hat den heteronormativen, konservativen Lückentext-Arbeitsblättern gestern den Kampf angesagt“. Kappes Tweet erhielt bislang über 7.400 Likes und wurde über 2.700 Mal geteilt.

Vielfalt

So sah der Lückentext aus, nachdem die Schülerin damit fertig war. (Foto: Twitter)

Unterdessen hat der hessische Landtag mit breiter Mehrheit die Akzeptanz von Schwulen und Lesben im neuen Lehrplan für Sexualerziehung unterstützt. Die SPD hatte den von schwarz-grün beschlossenen Lehrplan am Donnerstag auf die Tagesordnung gesetzt. Grund sind zwei Demonstrationen in der Landeshauptstadt Wiesbaden Ende des Monats. So lädt das Aktionsbündnis für Ehe und Familie „Demo für Alle“  zu einer Kundgebung in Wiesbaden und erhält Unterstützung u. a. aus der AfD. (In Bayern haben es Vertreter des homophoben Bündnisses geschafft, die neuen Richtlinien für die Sexualerziehung zu stoppen – MÄNNER-Archiv) Gegen diese Demo formiert sich Widerstand: Das „Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ ruft in seiner Facebook-Gruppe „Warmes Wiesbaden“ zur Gegendemo auf.

 Es ist richtig, jedes Kind in seiner Situation anzunehmen – weder Mobbing noch Diskriminierung werden geduldet

Die Sozialdemokraten lobten den Lehrplan als „wichtigen Beitrag zum Miteinander aller“, so der SPD-Abgeordnete Christoph Degen. Denn noch immer gehöre Mobbing und Ausgrenzung zum Alltag Homo- oder Transsexueller auf Schulhöfen und anderswo. Wolfgang Greilich (FDP) kritisierte zwar den Umgang mit dem Voum des Landeselternbeirats. (Gewerkschaften und Kirchen hatten dagegen keine größeren Bedenken geäußert – MÄNNER-Archiv) Trotzdem sei es richtig, dass jedes Kind in seiner Situation angenommen und weder Mobbing noch Diskriminierung geduldet werde.

Titelbild: Shutterstock/Billion Photos, Twitter/Niko Kappe


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