Pride Parade 2016 under the slogan Love changes the world 18 09 2016 Belgrade Serbia The partic

Warum Gesetze allein nicht reichen

LGBTI-Menschenrechtskonferenz in der Kosova-Haupstadt Pristina beginnt

„Why laws are not enough: Towards social inclusion and equality of LGBTI persons in the Western Balkans and Turkey“ – unter diesem Titel diskutieren in Pristina/Kosovo von heute bis zum 8. Oktober rund 130 LGBTI-Aktivisten und Aktivistinnen und ihre Verbündeten aus Politik und Zivilgesellschaft. Zusammen mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung führt die regionale Organisation LGBTI Equal Rights Association die dreitägige Regionalkonferenz zum Thema LGBTI, soziale Inklusion und Menschenrechte durch.

Bekämpfung von Hassverbrechen

Die Konferenz thematisiert Strategien für mehr politische Teilhabe und soziale Inklusion von LSBTI in den jeweiligen Gesellschaften des Westlichen Balkans und der Türkei. Im Mittelpunkt stehen die Kooperation zwischen Behörden und der LGBTI-Community, die Bekämpfung von Hassverbrechen (vor dem diesjährigen Belgrad Pride wurde der Veranstalter attackiert – MÄNNER-Archiv), Nationale Aktionspläne, Inklusion von trans- und intergeschlechtlichen Menschen in der Region sowie die Chancen und Herausforderungen des EU-Annäherungsprozesses.

Solche Konferenzen leisten großartige Arbeit für ein Bewusstsein für LGBTI-Fragen in der Politik

Der Kosovo wurde als Konferenzort gewählt, weil die rechtliche Situation für LGBTI durchaus fortschrittlich ist, während die gesellschaftliche Situation gleichzeitig ein ganz anderes Bild bietet: Minderheitenfeindlichkeit und Vorurteile sind weit verbreitet. Die junge LGBTI-Bewegung steht vor großen Herausforderungen und soll durch die Konferenz gestärkt werden.

Michael Kauch (FDP), der im vergangenen Jahr an einer LGBTI-Menschenrechtskonferenz in Belgrad teilnahm, sagte gegenüber MÄNNER: „Ich glaube, solche Konferenzen – genau wie die unlängst in Montenegro – sind wichtig für die gesamte Westbalkanregion. Serbien und Montenegro leisten großartige Arbeit was das Kreieren eines Bewusstseins für LGBTI-Fragen in der Politik angeht; sie sollten auch eine zentrale Rollen spielen, um Aktivisten zu motivieren in anderen Ländern dieser Region, gleichfalls ins politische Leben einzugreifen.“ (MÄNNER-Archiv)

Auswärtiges Amt unterstützt das Projekt

Die Teilnehmenden kommen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien, der Türkei und einigen EU-Staaten. Aus Deutschland nimmt u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe Dr. Bärbel Kofler teil. Als Redner ist u.a. Klaus Jetzt  (LSVD, Hirschfeld-Eddy-Stiftung) geladen, Volker Beck (Grüne) nimmt an einem Panel zur weiteren Verankerung von LGBTI Rechten in Europa teil.

Das Auswärtige Amt unterstützt auch in diesem Jahr das Projekt und leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Menschenrechtsarbeit im Kosovo und in der Region.

Zur Homepage der LGBTI Equal Rights Association

Titelbild: Imago (Belgrad Pride am 18. September 2016)


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