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„Ich werde da nie wieder hingehen“

Wie eine Yelp-Kritik zum Berliner Berghain das Internet gewinnt

Wer ins Berghain geht, redet nicht drüber, was er dort erlebt. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Viele wollen rein und werden an der Tür abgewiesen (Die Schlange wurde im Sommer auf einem niederländischen Festival nachgestellt – MÄNNER-Archiv). Ein Texaner, der in Berlin Urlaub gemacht hat, kam rein und erlebte die Hölle, eine schwule Sexhölle – zumindest beschreibt er es so. Ob er sich absichtlich doof stellt oder wirklich so naiv ist, sei dahingestellt. Ob er tatsächlich drin war oder sich seinen Bericht (immerhin glaubhaft) zusammengesponnen hat – man weiß es nicht. Unterhaltsam ist die Kritik, die er auf dem Portal Yelp veröffentlichte, allemal. Das findet auch die Mehrheit der User. Immerhin 151 Leute meinen sogar, die Kritik sei hilfreich – möglicherweise alles ähnlich naive Texaner, die Schwulen nicht beim Fisten zusehen möchten.

Menschen nehmen Drogen und haben halbnackt bis nackt Sex

Kyle hat laut Yelp-Profil keine Freunde und verwendet statt einem eigenen Bild ein Foto von Adam Barker, britischer Schauspielersohn, der 2012 wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt wurde.

Berghain

Warum hat Kyle keine Freunde? (Screenshot/Yelp)

Er beschreibt in der Kritik, wie er im Berghain landet, weil er sich zwei Männern aus London anschloss, die er zuvor im Chat kennengelernt hatte (wir nehmen einfach mal an, es war nicht PlanetRomeo.) Dort ist ihm die Musik zu laut („er konnte sie im Brustkorb spüren“) und er wird Zeuge, wie Menschen Drogen nehmen und halbnackt bis nackt Sex haben. Sowas!

„Die Londoner boten mir diese komischen kleinen Pillen an, ich lehnte ab. Die beiden nahmen sie ein und fingen an rumzumachen. Ich spreche hier aber nicht von normalen Küssen. Es war aggressiv und verstörend. Ich hatte ja keine Ahnung, dass sie schwul waren.“

Der ganze Club ist der schwule Bereich! Überall roch es nach Scheiße und Schweiß

Kyle fragt sich, ob er vielleicht im falschen Teil des Ladens sei. „Vielleicht ist das der schwule Bereich? Nein. Der ganze Club ist der schwule Bereich! Überall roch es nach Scheiße und Schweiß.“

Flucht nach Massenmasturbation

Auf dem Weg zur Bar kam es für Kyle dann knüppeldicke. „Da war ein Kerl, der seinen Arm bis zum Ellenbogen in den Hintern eines anderen gesteckt hatte. Zuerst dachte ich, es war eine Art Zauberei. Aber nein – war es nicht!“

Berghain

Immerhin: 151 User finden die „Rezension“ hilfreich (Screenshot/Yelp)

Der Höhepunkt war für Kyle aber noch nicht erreicht. Auf das Signal einer Sirene, so berichtet er, ließen Hunderte Männer die Hosen runter und begannen auf der Tanzfläche zu masturbieren. „Offenbar soll man auf den Boden spritzen und ihn glitschig machen, damit nackte Jungs da durchrutschen.“Als er einen „vampirartigen“ Mann sieht, der in seine Richtung ejakulieren will, wirft der gebeutelte Texaner eine Bierflasche nach ihm und flieht aus dem Berghain. Sein Fazit:

“Ich kann ja viel ab, aber der Laden war wirklich übertrieben. Ich werde da nie wieder hingehen. Nie wieder.“

Das Berghain wird es verkraften.

Titelbild: Screenshot YouTube/NikeOssler


7 Kommentare

  1. spacekuh

    Hi,

    ich weiss nicht was ihr alle habt. Früher als ich noch an sogenannte „Jerk Off“ Partys aufgelegt habe, hat sich niemand darüber gestört das war total normal.
    Die heutige Jugend ist einfach unerfahren und langweilig.
    Ich wünsche mich wieder zurück in diese Zeit zu diesen Party’s, bei denen sich niemand dafür schämen musst wer er ist und was ihm Spass macht.
    Falls jemand mal Lust hat in Berlin etwas zu unternehmen, schreibt mich an.

    Herzliche Grüsse

  2. Carsten Uesbeck

    Jahahahaha! Ich steh zwei Stunden mit zwei fremden Typen an der Tür an um dann erst nach ’ner weiteren Stunde festzustellen, das ich in ’nem Schwulenclub gelandet bin… dumb, as an American can be, or a Story gor the simple minded.


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