Calum McSwiggan

Bewährungsstrafe für YouTube-Star

Calum McSwiggan hat ein Auto zerstört, als er homophob beleidigt wurde

Es war ein Foto, das nicht nur bei seinen Fans Entsetzen auslöste: Der britische YouTube-Star Calum McSwiggan hat Ende Juni ein Bild von sich gepostet, das ihn in einem Krankenhausbett zeigt. Ein großes Pflaster auf der Stirn, Schläuche, dazu der Text, der von einem homophoben Hassverbrechen erzählt (MÄNNER-Archiv).

Last night was the worst night of my life and I'm really struggling to find the words to talk about it. After one of the most wonderful weekends at VidCon we went out to a gay club to celebrate, and towards the end of the evening I was separated from my friends and beaten up by three guys. The authorities should have been there to help and protect me but instead they treated me like a second class citizen. With three broken teeth and six stitches in my forehead, I've never felt so terrified to be a gay man in the public eye. All I can do is thank my wonderful YouTube friends for being with me the whole way. I'd be lost without them. Right now I don't feel that I'm in the right place to talk about this but I will be addressing this fully in the future. UPDATE: I've posted a full statement of the night's events on my Facebook page.

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Nur einen Tag später kamen Zweifel an der Version des 26-Jährigen auf. Der YouTuber, der vor allem über LGBTI-Themen spricht, wurde nicht verprügelt, sondern habe sich die Verletzungen in der Zelle selbst hinzugefügt, hieß es von der zuständigen Polizei in Los Angeles. Er war verhaftet worden, weil er ein Auto demoliert hatte (MÄNNER-Archiv).

Verurteilung nur wegen Sachbeschädigung

Calum McSwiggan beharrte jedoch auf seiner Geschichte, die nun vor Gericht landete. Der Vorwurf: Sachbeschädigung und Falschaussage bei der Polizei. Nachdem der YouTuber zum ersten Gerichtstermin Ende September nicht erscheinen konnte, weil er im Urlaub mit seiner Familie war, fand am Montag die Verhandlung statt.

Darin hat er zugegeben, dass er das Auto beschädigt hat. Dafür wurde er zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zusätzlich muss der YouTuber ein 52-stündiges Anti-Aggressions-Training absolvieren sowie 7000 Dollar Entschädigung zahlen.

Der Vorwurf, er habe bei der Polizei gelogen, wurde aufgrund einer Verständigung im Strafverfahren, eines sogenannten Deals, fallengelassen. Ansonsten hätten dem 26-Jährigen bis zu dreieinhalb Jahre Gefängnis gedroht.

Auf Twitter zeigte sich Calum McSwiggan froh über den Ausgang des Verfahrens. „Nach fünf Monaten Ermittlung wurde dieser Vorwurf fallengelassen. Ich habe nie gelogen und ich bin dankbar, dass die Welt das nun sehen kann.“ Gleichzeitig twitterte er, dass er es bereue, das Auto seines Angreifers beschädigt zu haben. „Ich habe die Konsequenzen akzeptiert und für die Schäden bezahlt.“

Abschließend kündigte der Londoner an, zurück nach Großbritannien zu reisen, „und mit meinem Leben weiterzumachen.“

Titelbild: Facebook/Calum McSwiggan


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