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Mehr Geld für Kampf um LGBTI-Akzeptanz

BMH soll ab 2017 eine institutionelle Förderung aus dem Haushalt des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz erhalten

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) blickt auf fünf Jahre intensive Bildungs- und Forschungsarbeit zurück (MÄNNER-Archiv). Nach der zweiten Lesung des Haushaltsgesetzes 2017 gestern im Deutschen Bundestag wird sich die finanzielle Grundlage der Arbeit der Stiftung im kommenden Jahr voraussichtlich wesentlich verbessern: Auf Initiative der Koalitionsfraktionen soll die BMH ab 2017 eine institutionelle Förderung aus dem Haushalt des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz in Höhe von jährlich 500.000 Euro erhalten. Die Förderung steht im Zusammenhang mit den Bemühungen um eine Rehabilitierung der nach dem damaligen § 175 StGB Verurteilten (MÄNNER-Archiv).

Ich freue mich, dass die Haushaltspolitiker der Koalitionsfraktionen sich dafür eingesetzt haben, dass die institutionelle Förderung in den Haushaltsplan aufgenommen wird

Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand der BMH, sprach von einem „guten Tag für die Akzeptanz“ von queeren Lebensweisen in Deutschland. „Wir können nun unsere Zwecke nachhaltiger erfüllen und besser planen. Es zeigt den Willen des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, gerade in Zeiten eines gesellschaftlichen Rollbacks LSBTTIQ-Anliegen und -Themen sichtbarer zu machen und über Repression und Diskriminierung aufzuklären – gerade im Hinblick auf die schlimmen Folgen des Paragraphen 175 StGB bis heute. Ich freue mich, dass dies auch die Haushaltspolitiker_innen der Koalitionsfraktionen so sehen und sich dafür eingesetzt haben, dass die institutionelle Förderung der BMH in den Haushaltsplan aufgenommen wird.“

Wichtige Projekte, solide finanziert

Der Hamburger Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Johannes Kahrs (SPD) teilte dazu mit: „Als Sprecher der SPD-Fraktion für die Belange von Lesben und Schwulen ist mir der Erfolg und die solide Finanzierung der Magnus-Hirschfeld-Stiftung ein Anliegen – nur so können wichtige Projekte auch in Zukunft realisiert werden.“

Hirschfeld-Tage noch bis 19. Dezember

Alle zwei Jahre kooperiert die BMH im Rahmen der Hirschfeld-Tage mit lokalen Akteur_innen, um historischen und aktuellen Fragestellungen nachzugehen und Diskurse zu initiieren, die zu Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTI aus unterschiedlichen ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Kontexten beitragen sollen. Derzeit laufen die 3. Hirschfeld-Tage, die mit Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erstmals in drei Bundesländern gleichzeitig stattfinden (und werden von der AfD angefeindet – MÄNNER-Archiv). Unter dem Motto „L(i)ebe die Vielfalt“ können Interessierte noch bis zum 19. Dezember 2016 Veranstaltungen besuchen.

Mehr Informationen: hier.

Titelbild: BMH/Sabine Hauf


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