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Nach Coming-out von Familie verstoßen

Der pakistanische Student wurde verprügelt und rausgeworfen

Der 21-Jährige, der aus der pakistanischen Provinz Punjab stammt und in Kanada studiert, hatte sich vor seiner Familie geoutet. Doch der IT-Student, der zu seinem Schutz nur Sukh genannt wird, war finanziell von seinen Eltern abhängig und lebte bis vor kurzem in Surrey südöstlich von Vancouver bei Verwandten.

Die Familie verstieß ihn und setzte ihn auf die Straße, nachdem er von seinem Cousin verprügelt worden war. Außerdem kappten seine Verwandten die finanzielle Unterstützung. In Pakistan sind homosexuelle Handlungen illegal und können mit lebenslanger Haft bestraft werden – Kanada dagegen gilt weltweit als eines der fortschrittlichsten Länder in Sachen LGBTI-Rechte (MÄNNER-Archiv). Schließlich kontaktierte der Student per Email die LGBTI-Organisation Sher Vancouver.

Er zitterte und weinte, wann immer er über seine Familie sprach

Der Gründer der Aktivisten-Gruppe Alex Sangha sagte gegenüber Medien: “Als ich ihn traf, war er anorexisch. Er hatte nicht gegessen und geschlafen. Er zitterte und weinte, wann immer er über seine Familie sprach.“ Die sei aber nicht gewillt, ein schwules Kind zu akzeptieren. „Er tat mir wirklich leid. Er suchte sich nicht aus, schwul zu sein, und alle machen ihm sein Leben zur Hölle.“

Da Sukh noch zwei Semester in Vancouver vor sich hat, braucht er Unterstützung. Sher Vancouver hat eine Crowdfunding-Kamagne für ihn ins Leben gerufen, um seine Studiengebühren zahlen zu können. Außerdem helfen ihm die Aktivisten mit einer vorübergehenden Unterkunft und unterstützen ihn bei der Jobsuche.

Wenn LGBTI obdachlos werden

Es sind Menschen wie Sukh, für die in New York ein neues Obdachlosenheim für LGBTI-Jugendliche entsteht, finanziert aus dem Nachlass von „Golden Girl” Bea Arthur (MÄNNER-Archiv). Bereits 2011 eröffnete die Sängerin Cyndi Lauper ein Domizil für heimatlose Jugendliche im Alter von 18 – 24 Jahren, die wegen ihrer Homo-, Bi-, oder Transsexualität ausgestoßen wurde.

Wer  Sukh unterstützen möchte, kann das hier tun: gofundme.com/supportsukh

Titelbild: Shutterstock/Sabphoto


17 Kommentare

  1. Andreas Heine

    Und dies in Kanada. warum sind seine Verwandten in ein Land ausgewandert, wo dies kein Problem ist? Wären sie doch dort geblieben.Aber so war es hier vor Jahren doch auch noch.

  2. Armin Drechsler

    Diese Eltern sollen sich bis ins Knochenmark schämen.
    Sobald eine Kondition nicht ins Raster passt, gehört man angeblich nicht mehr dazu.
    Den jungen Leuten kann ich nur nur zusprechen und ihnen viel Resolution wünschen!
    Frohes Fest …✨


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